HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Guter Metro-2033-Roman mit ein paar Aspekten, die neu für die Reihe sind
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Tekhnotma, Das Haus Komarow
"In die Sonne" ist das neueste Buch, das im Rahmen des inzwischen schon ziemlich umfangreichen Metro-2033-Universum erschienen ist. Eigentlich sollte es heute herauskommen, komischerweise ging das E-Book aber schon am Samstag. Mir sollte es recht sein, denn so konnte ich mich gleich am Wochenende ins neueste Metro-2033-Abenteuer stürzen und habe zwei unterhaltsame freie Tage damit verbracht. :)
Wie bei all meinen Rezensionen zu Büchern aus dem Metro-2033-Universum sei erst einmal vorangestellt, worum es sich dabei überhaupt handelt. Bei der zu Grunde liegenden Idee ging der Erschaffer (Dmitry Glukhovsky) davon aus, dass die Welt, wie wir sie kennen, von einem Atomkrieg vernichtet worden ist. Fortan ist die Oberfläche vollkommen verstrahlt und praktisch nicht mehr zu bewohnen, hier hausen jetzt stattdessen Monster. Die wenigen überlebenden Menschen haben sich in die Metro gerettet und dort eine neue Existenz aufgebaut. Die neue Gesellschaft in den Tunneln und Stationen weist gewisse Parallelen zur heutigen Welt auf, es gibt also auch hier unterschiedliche politische wie auch religiöse Ansichten, Bündnisse und Freundschaften, Fehden und so weiter. Gerade im ersten Buch konnte man vieles davon als Parabel auf die tatsächliche Welt verstehen, wobei natürlich die Action trotzdem deutlich im Vordergrund steht. Die vielen weiteren Romane werden viel weniger philosophisch interpretiert. ;)
Nachdem Dmitry Glukhovsky das Metro-2033-Universum entwickelt hatte und seinem Debütroman mit "Metro 2034" noch einen zweiten folgen ließ, haben inzwischen viele andere Autoren eigene Werke geschaffen, die in dem Szenario spielen. Damit es nicht zu logischen Widersprüchen kommt, haben sie dabei unterschiedliche Schauplätze gewählt, die Bücher der unterschiedlichen Autoren bauen also nicht untereinander auf. In Russland gibt es inzwischen jetzt laut ein paar Artikeln schon fast fünfzig verschiedene Bücher, und auch in anderen Ländern geht es damit offenbar schon los. Einen deutschen Metro-2033-Ableger gibt es bisher noch nicht, aber da Glukhovsky inzwischen schon im Vorwort direkt deutsche Autoren anspricht, sich daran zu versuchen, schätze ich, es wird nicht mehr lange dauern, bis es soweit sein wird.
"In die Sonne" ist Sergej Moskwins Debüt als Autor im Metro-2033-Universum. Ich glaube, von ihm gibt es kein anderes Buch, das auf Deutsch übersetzt wurde, ich jedenfalls kenne keins und habe beim Suchen auch nichts gefunden. In Russland kennt man ihn vermutlich schon eher, er hat dort schon eine Reihe anderer Romane geschrieben. Während Glukhovsky Moskau als Schauplatz seiner Metro-2033-Bücher Moskau ausgewählt hat, verschleppt uns Moskwin nach Sibirien, genauer gesagt ins ferne Nowosibirsk. Die dortige Metro ist ein etwas kleineres geschlossenes System, letztlich aber nicht minder bedroht.
In mancherlei Hinsicht unterscheidet sich Moskwins Buch von dem, was man von einem Metro-2033-Buch erwarten würde, zumindest gemessen an den Büchern der Reihe, die ich bisher gelesen habe. Neben dem im Klappentext erwähnten Sergej Kasarinym ist die zweite wichtige tragende Rolle diesmal eine weibliche Figur, und bisher waren die Bücher eine "reine Männerwelt", was die Hauptcharaktere angeht. Wobei ich noch nicht alle gelesen habe, die übersetzt worden sind, womöglich ist mir also eine andere weibliche Hauptfigur durchs Raster gerutscht. Aber ich glaube nicht. Außerdem gibt es diesmal eine erwähnenswerte romantische Note, was hoffentlich niemanden verschrecken wird, der diese Rezension liest. ;) Keine Angst, es ist trotzdem ein makelloser Metro-2033-Roman, wie man ihn kennt. Denn von den erwähnten Dingen abgesehen bietet das Buch in vielerlei Hinsicht das, was man von den anderen Büchern der Reihe bereits kennt und schätzt: Eine zwar einfache und sicher in vielen Büchern schon mal dagewesene, aber durch das spezielle Setting trotzdem frisch wirkende Storylineidee, ein klarer und gut nachvollziehbarer roter Faden, eine schnörkellose und gute Sprache, und einen Spannungsbogen, der bis zum Ende hält. "In die Sonne" ist vielleicht nicht der allerbeste Metro-2033-Roman, aber trotzdem ein hervorragender, und er hat mir ein schönes Lesewochenende beschert. Ich bin daher sehr zufrieden mit Moskwins Einstieg in die Reihe und hätte nichts dagegen, wenn es irgendwann mehr von ihm im Metro-2033-Universum zu lesen geben wird.
5 von 5 Punkte!
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Montag, 12. Januar 2015
Mittwoch, 7. Januar 2015
Andrej Djakow: Hinter dem Horizont
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Das Buch in wenigen Worten: Wieder ein starker Djakow, aber nicht ganz auf dem Level der beiden Vorgänger
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Tekhnotma, Das Haus Komarow
Es gibt inzwischen zahlreiche Romane, die im sogenannten "Metro-2033-Universum" spielen. Los ging es damit, dass Dmitry Glukhovsky vor einem knappen Jahrzehnt das zu Grunde liegende Szenario entwickelte, ein erstes Buch schrieb und mit "Metro 2034" kurz darauf ein zweites. Weitere Metro-2033-Romane wurden von anderen Autoren verfasst. Deren Romane können alle unabhängig von denen der anderen gelesen werden, und man muss auch nicht auf eine bestimmte Reihenfolge zwischen den Autoren achten, denn ihre Arbeiten führen nicht die Werke der anderen Leute fort. Innerhalb der drei von Andrej Djakow geschriebenen Bücher muss man hingegen auf die richtige Lesereihenfolge achten, denn seine drei Romane bauen aufeinander auf. Oder um es anders auszudrücken: Man muss es nicht unbedingt, denn die einzelnen Geschichten haben durchaus ein richtiges Ende, aber man sollte es nicht, weil man sonst den Ausgang der vorherigen Bücher vorweggenommen bekommt und sich selbst um den Spaß betrügen würde, sie auch noch lesen zu können. "Die Reise ins Licht" war Djakows erster Metro-2033-Roman, es folgte "Die Reise in die Dunkelheit", und das hier besprochene "Hinter dem Horizont" ist der dritte Teil.
Aber zunächst wieder dazu, was das Metro-2033-Universum überhaupt ist, so wie ich es immer in meinen Rezensionen zu den Ausgaben der Buchreihe erkläre. Dmitry Glukhovsky geht davon aus, dass die zukünftige Welt von einem Atomkrieg vernichtet wird. Die Oberfläche ist nunmehr verstrahlt, hier hausen Mutanten, Menschen können hier nicht mehr leben. Stattdessen haben sich die wenigen Leute in die Unterwelt zurückgezogen, genauer gesagt in das ausgedehnte Metrosystem unter den Großstädten (bei Glukhovsky handelte es sich um Moskau, bei Djakow geht es um St. Petersburg). In den Metroröhren und -stationen hat sich eine neue Gesellschaftsordnung entwickelt, in der es viele Parallelen zur tatsächlich existierenden Welt gibt, und in der immer wieder neue Bedrohungen entstehen.
"Hinter dem Horizont" macht dort weiter, wo die "Reise in die Dunkelheit" aufgehört hatte. Für die Welt von Taran, Gleb & Co. steht wieder Ärger ins Haus, weil das Imperium der Veganer einen Krieg angestachelt hat und erobern will, weswegen die ganze Existenz der Metro von St. Petersburg auf dem Spiel steht. Taran und seine Leute entkommen einem der Killerkommandos und reisen bei der Gelegenheit 10.000 Kilometer nach Osten, genauer gesagt nach Wladiwostok. Es gibt Gerüchte, dass es den dortigen Leuten gelungen sein soll, die Radioaktivität auf der Oberfläche zu neutralisieren, und wenn schon von so etwas die Rede ist, dann muss dem natürlich nachgegangen werden. Der Weg dorthin ist natürlich lang, und auf der verseuchten Oberfläche drohen viele Gefahren.
Djakow hat zum dritten Mal einen actiongeladenen Metro-Roman-2033 geschaffen, der von Anfang an viel Spaß macht, vor Spannung strotzt und sich dank Djakows schnörkelloser und geradlinger Sprache schnell verschlungen werden kann. Nichtsdestotrotz ist der Roman nicht ganz so gut wie die beiden Bücher zuvor, was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass er nicht wie "Die Reise in die Dunkelheit" in der Metro spielt, sondern eher wie Djakows erstem Buch an der Oberfläche. Und dort kommt eben das typische klaustrophobische Metro-2033-Gefühl ein wenig abhanden, das das Setting der Bücher so stark ausmacht. Außerdem entsteht dadurch das gleiche Problem, das bei vielen Actionromanen existiert, in denen die Protagonisten von A nach B reisen: Actionsequenzen werden relativ einfallslos hintereinandergereiht. Aber das klingt sicher negativer, als ich es meine, denn es hat trotzdem wieder Spaß bereitet, das Buch zu lesen!
4 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Wieder ein starker Djakow, aber nicht ganz auf dem Level der beiden Vorgänger
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Tekhnotma, Das Haus Komarow
Es gibt inzwischen zahlreiche Romane, die im sogenannten "Metro-2033-Universum" spielen. Los ging es damit, dass Dmitry Glukhovsky vor einem knappen Jahrzehnt das zu Grunde liegende Szenario entwickelte, ein erstes Buch schrieb und mit "Metro 2034" kurz darauf ein zweites. Weitere Metro-2033-Romane wurden von anderen Autoren verfasst. Deren Romane können alle unabhängig von denen der anderen gelesen werden, und man muss auch nicht auf eine bestimmte Reihenfolge zwischen den Autoren achten, denn ihre Arbeiten führen nicht die Werke der anderen Leute fort. Innerhalb der drei von Andrej Djakow geschriebenen Bücher muss man hingegen auf die richtige Lesereihenfolge achten, denn seine drei Romane bauen aufeinander auf. Oder um es anders auszudrücken: Man muss es nicht unbedingt, denn die einzelnen Geschichten haben durchaus ein richtiges Ende, aber man sollte es nicht, weil man sonst den Ausgang der vorherigen Bücher vorweggenommen bekommt und sich selbst um den Spaß betrügen würde, sie auch noch lesen zu können. "Die Reise ins Licht" war Djakows erster Metro-2033-Roman, es folgte "Die Reise in die Dunkelheit", und das hier besprochene "Hinter dem Horizont" ist der dritte Teil.
Aber zunächst wieder dazu, was das Metro-2033-Universum überhaupt ist, so wie ich es immer in meinen Rezensionen zu den Ausgaben der Buchreihe erkläre. Dmitry Glukhovsky geht davon aus, dass die zukünftige Welt von einem Atomkrieg vernichtet wird. Die Oberfläche ist nunmehr verstrahlt, hier hausen Mutanten, Menschen können hier nicht mehr leben. Stattdessen haben sich die wenigen Leute in die Unterwelt zurückgezogen, genauer gesagt in das ausgedehnte Metrosystem unter den Großstädten (bei Glukhovsky handelte es sich um Moskau, bei Djakow geht es um St. Petersburg). In den Metroröhren und -stationen hat sich eine neue Gesellschaftsordnung entwickelt, in der es viele Parallelen zur tatsächlich existierenden Welt gibt, und in der immer wieder neue Bedrohungen entstehen.
"Hinter dem Horizont" macht dort weiter, wo die "Reise in die Dunkelheit" aufgehört hatte. Für die Welt von Taran, Gleb & Co. steht wieder Ärger ins Haus, weil das Imperium der Veganer einen Krieg angestachelt hat und erobern will, weswegen die ganze Existenz der Metro von St. Petersburg auf dem Spiel steht. Taran und seine Leute entkommen einem der Killerkommandos und reisen bei der Gelegenheit 10.000 Kilometer nach Osten, genauer gesagt nach Wladiwostok. Es gibt Gerüchte, dass es den dortigen Leuten gelungen sein soll, die Radioaktivität auf der Oberfläche zu neutralisieren, und wenn schon von so etwas die Rede ist, dann muss dem natürlich nachgegangen werden. Der Weg dorthin ist natürlich lang, und auf der verseuchten Oberfläche drohen viele Gefahren.
Djakow hat zum dritten Mal einen actiongeladenen Metro-Roman-2033 geschaffen, der von Anfang an viel Spaß macht, vor Spannung strotzt und sich dank Djakows schnörkelloser und geradlinger Sprache schnell verschlungen werden kann. Nichtsdestotrotz ist der Roman nicht ganz so gut wie die beiden Bücher zuvor, was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass er nicht wie "Die Reise in die Dunkelheit" in der Metro spielt, sondern eher wie Djakows erstem Buch an der Oberfläche. Und dort kommt eben das typische klaustrophobische Metro-2033-Gefühl ein wenig abhanden, das das Setting der Bücher so stark ausmacht. Außerdem entsteht dadurch das gleiche Problem, das bei vielen Actionromanen existiert, in denen die Protagonisten von A nach B reisen: Actionsequenzen werden relativ einfallslos hintereinandergereiht. Aber das klingt sicher negativer, als ich es meine, denn es hat trotzdem wieder Spaß bereitet, das Buch zu lesen!
4 von 5 Punkte!
Andrej Djakow: Die Reise in die Dunkelheit
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Zum zweiten Mal Djakow, zum zweiten Mal höchstes Metro-2033-Niveau
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Tekhnotma, Das Haus Komarow
Neben den "normalen" Metro-2033-Romanen, die von Dmitry Glukhovsky verfasst wurden, stammen andere Romane des gleichen Universums aus der Feder von anderen Leuten. Die Bücher stehen nicht im Zusammenhang zu denen von den anderen Schreibern, man kann sie also losgelöst voneinander lesen und muss keine Reihenfolge beachten. "Die Reise in die Dunkelheit" ist der zweite Roman von Andrej Djakow. Der erste war "Die Reise ins Licht" und dieses hier ist die Fortsetzung, in dem Fall muss man dann also sehr wohl auf die richtige Sortierung achten.
Nun dazu, was das Metro-2033-Universum überhaupt ist, für die, die sich bisher noch nicht damit beschäftigt haben. Glukhovsky, der die Idee dazu hatte, ging davon aus, dass es in der Welt zu einem Atomkrieg kommen wird, der dafür sorgt, dass die Oberfläche fortan verstrahlt und unbewohnbar wird. Die großen Städte sind zerstört, bei Glukhovsky Moskau, bei Djakow St. Petersburg. Sie sind jetzt unwirtliche Geisterstädte, in denen Mutanten hausen. Die wenigen überlebenden Menschen haben sich in die Metrosysteme unter der Erde zurückgezogen. Dort hat sich praktisch eine neue Gesellschaft entwickelt, die viele Parallelen zur früheren Gesellschaft hat, nur auf engerem Raum. Es gibt in dieser Welt also verschiedene politische und religiöse Systeme und Ansichten, es gibt Freundschaften wie Feindschaften, Bündnisse und viel mehr. Und ständig sieht sich die Unterwelt neuen Bedrohungsszenarien ausgesetzt.
Zum Buch selbst - Achtung, falls jemand "Die Reise ins Licht" nicht gelesen hat, enthält dieser Absatz einen kleinen Spoiler zum Ausgang des ersten Djakow-Buchs: Taran und Gleb sind wieder in der Metro zurück, wo nach und nach immer mehr Leute weggehen, weil sie an die Oberfläche wollen, um dort eine strahlungsfreie Insel zu bewohnen. Diese wird wenig später durch eine neue atomare Detonation vernichtet. Diejenigen, die dabei nicht ums Leben kommen, vermuten die Drahtzieher der Explosion in der Metro und sinnen auf Rache. Taran soll daraufhin den Beweis erbringen, dass seine Leute nicht hinter dem Attentat stecken. Schafft er es nicht, drohen die Überlebenden mit der Vernichtung ihrer Station. Und in dem Moment wird dann auch noch Gleb verschleppt.
"Die Reise in die Dunkelheit" ist genauso gut gelungen wie Djakows erster Metro-Roman, und er weist all die Stärken auf, die Glukhovsky in "Metro 2033" geschaffen hat, und die er dann in "Metro 2034" teilweise dann selbst hat vermissen lassen. Das heißt vor allem eins: sehr viel Action. Die Geschichte ist spannend und spektakulär, und man bekommt beim Lesen noch stärker das typische "Metro-2033-Gefühl", wenn man es so nennen will, als es bei "Die Reise ins Licht" der Fall war, weil die Geschichte diesmal direkt unten in der Metro spielt. Dadurch ist die Atmosphäre automatisch noch ein Stück klaustrophobischer. Ansonsten weiß einfach alles zu gefallen, was Djakow da zu Papier gebracht hat. Seine Ideen sind super, die Figuren gut ausgearbeitet und sympathisch, seine Sprache klar und schnörkellos, immer geht es voran. Ein tolles Buch!
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Zum zweiten Mal Djakow, zum zweiten Mal höchstes Metro-2033-Niveau
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Tekhnotma, Das Haus Komarow
Neben den "normalen" Metro-2033-Romanen, die von Dmitry Glukhovsky verfasst wurden, stammen andere Romane des gleichen Universums aus der Feder von anderen Leuten. Die Bücher stehen nicht im Zusammenhang zu denen von den anderen Schreibern, man kann sie also losgelöst voneinander lesen und muss keine Reihenfolge beachten. "Die Reise in die Dunkelheit" ist der zweite Roman von Andrej Djakow. Der erste war "Die Reise ins Licht" und dieses hier ist die Fortsetzung, in dem Fall muss man dann also sehr wohl auf die richtige Sortierung achten.
Nun dazu, was das Metro-2033-Universum überhaupt ist, für die, die sich bisher noch nicht damit beschäftigt haben. Glukhovsky, der die Idee dazu hatte, ging davon aus, dass es in der Welt zu einem Atomkrieg kommen wird, der dafür sorgt, dass die Oberfläche fortan verstrahlt und unbewohnbar wird. Die großen Städte sind zerstört, bei Glukhovsky Moskau, bei Djakow St. Petersburg. Sie sind jetzt unwirtliche Geisterstädte, in denen Mutanten hausen. Die wenigen überlebenden Menschen haben sich in die Metrosysteme unter der Erde zurückgezogen. Dort hat sich praktisch eine neue Gesellschaft entwickelt, die viele Parallelen zur früheren Gesellschaft hat, nur auf engerem Raum. Es gibt in dieser Welt also verschiedene politische und religiöse Systeme und Ansichten, es gibt Freundschaften wie Feindschaften, Bündnisse und viel mehr. Und ständig sieht sich die Unterwelt neuen Bedrohungsszenarien ausgesetzt.
Zum Buch selbst - Achtung, falls jemand "Die Reise ins Licht" nicht gelesen hat, enthält dieser Absatz einen kleinen Spoiler zum Ausgang des ersten Djakow-Buchs: Taran und Gleb sind wieder in der Metro zurück, wo nach und nach immer mehr Leute weggehen, weil sie an die Oberfläche wollen, um dort eine strahlungsfreie Insel zu bewohnen. Diese wird wenig später durch eine neue atomare Detonation vernichtet. Diejenigen, die dabei nicht ums Leben kommen, vermuten die Drahtzieher der Explosion in der Metro und sinnen auf Rache. Taran soll daraufhin den Beweis erbringen, dass seine Leute nicht hinter dem Attentat stecken. Schafft er es nicht, drohen die Überlebenden mit der Vernichtung ihrer Station. Und in dem Moment wird dann auch noch Gleb verschleppt.
"Die Reise in die Dunkelheit" ist genauso gut gelungen wie Djakows erster Metro-Roman, und er weist all die Stärken auf, die Glukhovsky in "Metro 2033" geschaffen hat, und die er dann in "Metro 2034" teilweise dann selbst hat vermissen lassen. Das heißt vor allem eins: sehr viel Action. Die Geschichte ist spannend und spektakulär, und man bekommt beim Lesen noch stärker das typische "Metro-2033-Gefühl", wenn man es so nennen will, als es bei "Die Reise ins Licht" der Fall war, weil die Geschichte diesmal direkt unten in der Metro spielt. Dadurch ist die Atmosphäre automatisch noch ein Stück klaustrophobischer. Ansonsten weiß einfach alles zu gefallen, was Djakow da zu Papier gebracht hat. Seine Ideen sind super, die Figuren gut ausgearbeitet und sympathisch, seine Sprache klar und schnörkellos, immer geht es voran. Ein tolles Buch!
5 von 5 Punkte!
Montag, 5. Januar 2015
Andrej Djakow: Die Reise ins Licht
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Das Buch in wenigen Worten: Starkes Buch, besser hätte es Glukhovsky auch nicht gemacht
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Der Tag der Opritschniks, Das Haus Komarow
"Die Reise ins Licht" ist, wenn ich nicht ganz falsch liegen sollte, der erste auf Deutsch erschienene Roman, der im Metro-2033-Universum spielt, der nicht von Dmitry Glukhovsky selbst geschrieben worden ist, der das Endzeit-Szenario entwickelt hat. Wenn ich falsch liegen sollte, ist das aber auch nicht weiter schlimm, denn die Bücher der unterschiedlichen Autoren erzählen keine zusammenhängende Handlung, sondern sind in sich abgeschlossen und können dadurch losgelöst voneinander gelesen werden und in beliebiger Reihenfolge. "Die Reise ins Licht" ist der Beginn einer eigenen kleinen Trilogie von Andrej Djakow, die später mit "Die Reise in die Dunkelheit" und "Hinter dem Horizont" fortgesetzt wurde.
Zuerst einmal eine Erklärung, was das Metro-2033-Universum überhaupt ist, falls es jemand noch nicht mitbekommen haben sollte. Nachdem es in der Welt einen Atomkrieg gegeben hat, ist die Oberfläche verstrahlt und alles ist zerstört. So auch Moskau, das in Schutt und Asche liegt und zu einer Geisterstadt verkommen ist, in der jetzt Monster, Mutanten usw. hausen. Die Menschheit hat auch überlebt, aber nur noch ein paar von ihnen, und sie befinden sich nicht mehr in der Oberwelt, denn die ist ja verstrahlt, sondern in Moskaus U-Bahn-System. Deshalb auch das "Metro" im Titel der Serie. In dem Metrosystem haben die Menschen eine isolierte neue Gesellschaft entwickelt, in der es wie zuvor in der "richtigen" Welt verschiedene politische und religiöse Ansichten und Systeme gibt, Feindschaften, Bündnisse und so weiter. Und natürlich tauchen immer wieder neue Bedrohungen auf.
Schon vor dem Erscheinen von "Metro 2033" entwickelte sich ein ziemlicher Hype, wenn ich es richtig mitbekommen habe, und inzwischen gibt es nicht nur die von Glukhovsky selbst geschriebenen Bücher, sondern auch Computerspiele und eben diverse Bücher, die von anderen Autoren verfasst worden sind und die in der gleichen Welt spielen. "Die Reise ins Licht" ist eins davon. Djakow hat sich dabei dafür entschieden, über Moskaus Stadtgrenzen hinaus zu gehen und hat seine Geschichte stattdessen in St. Petersburg angesiedelt, wo es natürlich auch nicht anders aussieht als in Moskau. Dadurch hatte Djakow die Möglichkeit, seine Ideen voll und ganz ausleben zu können, ohne zu stark auf die von Glukhovsky geschaffenen Gegebenheiten zu achten. Hauptfigur des Buchs ist ein Waise namens Gleb, der mit Taran, einem der Stalker, einem Priester und anderen merkwürdigen Gestalten auf Expedition geschickt wird. Die bunte Truppe soll seltsame Lichtsignale in der Oberwelt untersuchen und hat also eine spannende Reise vor sich.
Unter den vielen Spinoff-Büchern von "Metro 2033" sind einige Perlen dabei, aber Djakow ragt aus ihnen fast schon am meisten heraus. Das Buch kann sich ohne weiteres mit dem Originalbuch messen und ist meines Erachtens sogar ein Stück stärker als Glukhovskys eigener Nachfolgeband "Metro 2034". Djakow fängt die Atmosphäre aus Glukhovskys Endzeitszenario hervorragend ein, hat ein paar sehr einprägsame und skurrile Gestalten geschaffen, denen man gerne bei ihrem Abenteuer zuguckt, und bis zum Ende hin ist das Buch einfach durch und durch spannend.
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Starkes Buch, besser hätte es Glukhovsky auch nicht gemacht
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Der Tag der Opritschniks, Das Haus Komarow
"Die Reise ins Licht" ist, wenn ich nicht ganz falsch liegen sollte, der erste auf Deutsch erschienene Roman, der im Metro-2033-Universum spielt, der nicht von Dmitry Glukhovsky selbst geschrieben worden ist, der das Endzeit-Szenario entwickelt hat. Wenn ich falsch liegen sollte, ist das aber auch nicht weiter schlimm, denn die Bücher der unterschiedlichen Autoren erzählen keine zusammenhängende Handlung, sondern sind in sich abgeschlossen und können dadurch losgelöst voneinander gelesen werden und in beliebiger Reihenfolge. "Die Reise ins Licht" ist der Beginn einer eigenen kleinen Trilogie von Andrej Djakow, die später mit "Die Reise in die Dunkelheit" und "Hinter dem Horizont" fortgesetzt wurde.
Zuerst einmal eine Erklärung, was das Metro-2033-Universum überhaupt ist, falls es jemand noch nicht mitbekommen haben sollte. Nachdem es in der Welt einen Atomkrieg gegeben hat, ist die Oberfläche verstrahlt und alles ist zerstört. So auch Moskau, das in Schutt und Asche liegt und zu einer Geisterstadt verkommen ist, in der jetzt Monster, Mutanten usw. hausen. Die Menschheit hat auch überlebt, aber nur noch ein paar von ihnen, und sie befinden sich nicht mehr in der Oberwelt, denn die ist ja verstrahlt, sondern in Moskaus U-Bahn-System. Deshalb auch das "Metro" im Titel der Serie. In dem Metrosystem haben die Menschen eine isolierte neue Gesellschaft entwickelt, in der es wie zuvor in der "richtigen" Welt verschiedene politische und religiöse Ansichten und Systeme gibt, Feindschaften, Bündnisse und so weiter. Und natürlich tauchen immer wieder neue Bedrohungen auf.
Schon vor dem Erscheinen von "Metro 2033" entwickelte sich ein ziemlicher Hype, wenn ich es richtig mitbekommen habe, und inzwischen gibt es nicht nur die von Glukhovsky selbst geschriebenen Bücher, sondern auch Computerspiele und eben diverse Bücher, die von anderen Autoren verfasst worden sind und die in der gleichen Welt spielen. "Die Reise ins Licht" ist eins davon. Djakow hat sich dabei dafür entschieden, über Moskaus Stadtgrenzen hinaus zu gehen und hat seine Geschichte stattdessen in St. Petersburg angesiedelt, wo es natürlich auch nicht anders aussieht als in Moskau. Dadurch hatte Djakow die Möglichkeit, seine Ideen voll und ganz ausleben zu können, ohne zu stark auf die von Glukhovsky geschaffenen Gegebenheiten zu achten. Hauptfigur des Buchs ist ein Waise namens Gleb, der mit Taran, einem der Stalker, einem Priester und anderen merkwürdigen Gestalten auf Expedition geschickt wird. Die bunte Truppe soll seltsame Lichtsignale in der Oberwelt untersuchen und hat also eine spannende Reise vor sich.
Unter den vielen Spinoff-Büchern von "Metro 2033" sind einige Perlen dabei, aber Djakow ragt aus ihnen fast schon am meisten heraus. Das Buch kann sich ohne weiteres mit dem Originalbuch messen und ist meines Erachtens sogar ein Stück stärker als Glukhovskys eigener Nachfolgeband "Metro 2034". Djakow fängt die Atmosphäre aus Glukhovskys Endzeitszenario hervorragend ein, hat ein paar sehr einprägsame und skurrile Gestalten geschaffen, denen man gerne bei ihrem Abenteuer zuguckt, und bis zum Ende hin ist das Buch einfach durch und durch spannend.
5 von 5 Punkte!
Dmitry Glukhovsky: Metro 2034
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Das Buch in wenigen Worten: Erneut auf hohem Niveau, aber nicht ganz so stark wie "Metro 2033"
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Der Tag der Opritschniks, Das Haus Komarow
"Metro 2034" ist das Nachfolgebuch zu "Metro 2033" und das zweite aus Dmitry Glukhovskys eigener Feder stammende Buch, das in der zugehörigen Metro-2033-Welt angesiedelt ist. Das Setting kurz zusammengefasst: Da es in der Welt einen Atomkrieg gegeben hat, ist Moskau über weite Strecken vollkommen zerstört worden und zu einer Geisterstadt verkommen. Dort hausen unter anderem nun Monster, menschenfressende Mutanten und so weiter. Menschen gibt es kaum noch, und die wenigen Überlebenden befinden sich nicht mehr auf der verstrahlten Oberwelt, sondern haben sich in das U-Bahn-System zurückgezogen. Deswegen auch das "Metro" im Buchtitel. In ihrer Unterwelt haben sie eine isolierte eigene Gesellschaft errichtet, die ständig in Bedrohungsszenarien steckt. Wie schon die "richtige" Welt zuvor, entwickelt sich auch die Unterwelt so, dass es hier unterschiedliche politische Vorstellungen gibt, unterschiedliche religiöse Ansichten, Bündnisse, Freundschaften, Feindschaften, und so weiter.
Mittlerweile gibt es nicht nur die Bücher von Glukhovsky selbst, sondern auch PC-Spiele und zahlreiche zusätzliche Romane, die mit anderen Hauptfiguren etc. in der gleichen Welt spielen, aber von anderen Autoren geschrieben worden sind. "Metro 2034" stammt wie gesagt vom Erschaffer des Ganzen, Dmitry Glukhovsky. In dem Buch geht es um den ehemaligen Soldaten Hunder, der jetzt gegen die Bedrohungen kämpft, denen die Metro-Bewohner ausgesetzt sind. In dem Fall die für Strom verantwortliche Station "Sewastopolskaja". Nachdem die erwartete wöchentliche Karawane nicht ankommt, das Telefon ausfällt und die Karawane nicht gefunden wird, versucht Brigardier Hunter zusammen mit einem alten Soldaten, der Homer genannt wird, der Sache auf den Grund zu gehen.
"Metro 2034" ist inhaltlich nicht die direkte Fortsetzung von "Metro 2033", sondern erzählt eine eigene Geschichte. Diese ist dieses Mal nicht ganz so actionreich wie in dem ersten Buch und die eigentliche Handlung vielleicht etwas schneller zusammenzufassen, trotzdem macht das Buch kaum weniger Spaß als das erste. Wieder ist es vor allem die beeindruckende beklemmende Atmosphäre, die den besonderen Reiz von Glukhovskys Welt ausmacht, wobei diesmal das Augenmerk stärker auf dem Innenleben der Figuren liegt als im ersten Teil. Einen Punkt ziehe ich trotzdem ab, weil Glukhovsky im ersten Band bewiesen hat, dass er es noch ein Stück stärker kann als hier, und auch andere Autoren haben Metro-2033-Bücher geschrieben, die ein wenig stärker sind als dieses hier.
4 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Erneut auf hohem Niveau, aber nicht ganz so stark wie "Metro 2033"
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Der Tag der Opritschniks, Das Haus Komarow
"Metro 2034" ist das Nachfolgebuch zu "Metro 2033" und das zweite aus Dmitry Glukhovskys eigener Feder stammende Buch, das in der zugehörigen Metro-2033-Welt angesiedelt ist. Das Setting kurz zusammengefasst: Da es in der Welt einen Atomkrieg gegeben hat, ist Moskau über weite Strecken vollkommen zerstört worden und zu einer Geisterstadt verkommen. Dort hausen unter anderem nun Monster, menschenfressende Mutanten und so weiter. Menschen gibt es kaum noch, und die wenigen Überlebenden befinden sich nicht mehr auf der verstrahlten Oberwelt, sondern haben sich in das U-Bahn-System zurückgezogen. Deswegen auch das "Metro" im Buchtitel. In ihrer Unterwelt haben sie eine isolierte eigene Gesellschaft errichtet, die ständig in Bedrohungsszenarien steckt. Wie schon die "richtige" Welt zuvor, entwickelt sich auch die Unterwelt so, dass es hier unterschiedliche politische Vorstellungen gibt, unterschiedliche religiöse Ansichten, Bündnisse, Freundschaften, Feindschaften, und so weiter.
Mittlerweile gibt es nicht nur die Bücher von Glukhovsky selbst, sondern auch PC-Spiele und zahlreiche zusätzliche Romane, die mit anderen Hauptfiguren etc. in der gleichen Welt spielen, aber von anderen Autoren geschrieben worden sind. "Metro 2034" stammt wie gesagt vom Erschaffer des Ganzen, Dmitry Glukhovsky. In dem Buch geht es um den ehemaligen Soldaten Hunder, der jetzt gegen die Bedrohungen kämpft, denen die Metro-Bewohner ausgesetzt sind. In dem Fall die für Strom verantwortliche Station "Sewastopolskaja". Nachdem die erwartete wöchentliche Karawane nicht ankommt, das Telefon ausfällt und die Karawane nicht gefunden wird, versucht Brigardier Hunter zusammen mit einem alten Soldaten, der Homer genannt wird, der Sache auf den Grund zu gehen.
"Metro 2034" ist inhaltlich nicht die direkte Fortsetzung von "Metro 2033", sondern erzählt eine eigene Geschichte. Diese ist dieses Mal nicht ganz so actionreich wie in dem ersten Buch und die eigentliche Handlung vielleicht etwas schneller zusammenzufassen, trotzdem macht das Buch kaum weniger Spaß als das erste. Wieder ist es vor allem die beeindruckende beklemmende Atmosphäre, die den besonderen Reiz von Glukhovskys Welt ausmacht, wobei diesmal das Augenmerk stärker auf dem Innenleben der Figuren liegt als im ersten Teil. Einen Punkt ziehe ich trotzdem ab, weil Glukhovsky im ersten Band bewiesen hat, dass er es noch ein Stück stärker kann als hier, und auch andere Autoren haben Metro-2033-Bücher geschrieben, die ein wenig stärker sind als dieses hier.
4 von 5 Punkte!
Dmitry Glukhovsky: Metro 2033
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Meisterwerk dystopischer Literatur und eins der besten Bücher aller Zeiten
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2034, Der Tag der Opritschniks, Das Haus Komarow
Die Grundlage des "Metro-2033-Universums" sieht ungefähr wie folgt aus. In der Welt hat es einen Atomkrieg gegeben, die dazu geführt hat, dass Moskau über weite Strecken vollkommen zerstört worden ist und zu einer Geisterstadt verkommen ist, in der nun unter anderem Monster hausen, menschenfressende Mutanten und ähnliches. Menschen gibt es nur noch wenige, und diese Überlebenden befinden sich nicht mehr auf der verstrahlten Oberwelt, sondern haben sich in das U-Bahn-System zurückgezogen, das als Namenspate für das Buch herhielt. Dort haben sie eine isolierte eigene merkwürdige Gesellschaft errichtet, die ständig in Bedrohungsszenarien steckt. Wie schon die Welt zuvor, entwickelt sich auch die Unterwelt so, dass es hier unterschiedliche politische Vorstellungen gibt, unterschiedliche religiöse Ansichten, Bündnisse, Freundschaften, Feindschaften, und so weiter.
Inzwischen gibt es nicht nur Computerspiele, die im Metro-2033-Universum spielen, sondern auch ein direktes Nachfolgebuch sowie viele weitere Romane, die von anderen Autoren geschrieben worden sind und die in der gleichen Welt spielen, aber mit anderen Hauptfiguren und so weiter. Mit diesem Buch hier hat alles seinen Anfang genommen. In "Metro 2033" ist die Hauptfigur ein junger Russe mit Namen Artjom. Seine Station wird von Mutanten bedroht, in dem Fall von den "Schwarzen". Ein Soldat erzählt Artjom, das er vermutlich selber für die Bedrohung verantwortlich ist, weil er als Junge mit zwei Freunden ein hermetisches Tor geöffnet hatte, um an die Oberfläche zu kommen, und es nicht rechtzeitig wieder geschlossen haben. Artjom macht sich nun auf, dabei zu helfen, die Bedrohung von oben zu bannen.
Auf den ersten Blick wird man sicherlich meinen, plumpe Action-Scifi vor sich zu haben. Doch "Metro 2033" ist so viel mehr als das. Das Buch ist eine unglaublich lebensnahe Beschreibung von Zuständen und von Gefahren, eine fesselnde und spannende Zukunftsvision in einer ungewöhnlichen und bedrückenden düsteren Atmosphäre, vor allem aber auch ein Buch mit sehr viel hintergründigem Gehalt. Vieles von dem, was Glukhovsky da verfasst hat, lässt sich auf die heutige Welt übertragen und das ist zweifelsohne auch so gewollt, das Buch steckt voll kluger Gedanken und voll tiefgründiger Aussage, und unterhält dabei trotzdem geradezu bombastisch. Eins meiner absoluten Lieblingsbücher, und ich finde auch vieles andere fantastisch, was im Metro-2033-Universum geschrieben worden ist. Das ist eine Welt entstanden, über die ich mir ohne nachzufragen jede neue Erscheinung direkt am Tag der Veröffentlichung zulege. Große Buchkunst!
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Meisterwerk dystopischer Literatur und eins der besten Bücher aller Zeiten
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2034, Der Tag der Opritschniks, Das Haus Komarow
Die Grundlage des "Metro-2033-Universums" sieht ungefähr wie folgt aus. In der Welt hat es einen Atomkrieg gegeben, die dazu geführt hat, dass Moskau über weite Strecken vollkommen zerstört worden ist und zu einer Geisterstadt verkommen ist, in der nun unter anderem Monster hausen, menschenfressende Mutanten und ähnliches. Menschen gibt es nur noch wenige, und diese Überlebenden befinden sich nicht mehr auf der verstrahlten Oberwelt, sondern haben sich in das U-Bahn-System zurückgezogen, das als Namenspate für das Buch herhielt. Dort haben sie eine isolierte eigene merkwürdige Gesellschaft errichtet, die ständig in Bedrohungsszenarien steckt. Wie schon die Welt zuvor, entwickelt sich auch die Unterwelt so, dass es hier unterschiedliche politische Vorstellungen gibt, unterschiedliche religiöse Ansichten, Bündnisse, Freundschaften, Feindschaften, und so weiter.
Inzwischen gibt es nicht nur Computerspiele, die im Metro-2033-Universum spielen, sondern auch ein direktes Nachfolgebuch sowie viele weitere Romane, die von anderen Autoren geschrieben worden sind und die in der gleichen Welt spielen, aber mit anderen Hauptfiguren und so weiter. Mit diesem Buch hier hat alles seinen Anfang genommen. In "Metro 2033" ist die Hauptfigur ein junger Russe mit Namen Artjom. Seine Station wird von Mutanten bedroht, in dem Fall von den "Schwarzen". Ein Soldat erzählt Artjom, das er vermutlich selber für die Bedrohung verantwortlich ist, weil er als Junge mit zwei Freunden ein hermetisches Tor geöffnet hatte, um an die Oberfläche zu kommen, und es nicht rechtzeitig wieder geschlossen haben. Artjom macht sich nun auf, dabei zu helfen, die Bedrohung von oben zu bannen.
Auf den ersten Blick wird man sicherlich meinen, plumpe Action-Scifi vor sich zu haben. Doch "Metro 2033" ist so viel mehr als das. Das Buch ist eine unglaublich lebensnahe Beschreibung von Zuständen und von Gefahren, eine fesselnde und spannende Zukunftsvision in einer ungewöhnlichen und bedrückenden düsteren Atmosphäre, vor allem aber auch ein Buch mit sehr viel hintergründigem Gehalt. Vieles von dem, was Glukhovsky da verfasst hat, lässt sich auf die heutige Welt übertragen und das ist zweifelsohne auch so gewollt, das Buch steckt voll kluger Gedanken und voll tiefgründiger Aussage, und unterhält dabei trotzdem geradezu bombastisch. Eins meiner absoluten Lieblingsbücher, und ich finde auch vieles andere fantastisch, was im Metro-2033-Universum geschrieben worden ist. Das ist eine Welt entstanden, über die ich mir ohne nachzufragen jede neue Erscheinung direkt am Tag der Veröffentlichung zulege. Große Buchkunst!
5 von 5 Punkte!
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