HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Eine Gute-Laune-Kleinstadtromanze für zwischendurch
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Viviens himmlisches Eiscafé, Traummann mit Zuckerkuss
"Kaffee, Kuchen und ein Neuanfang" erzählt die Geschichte von Kaylie, einem ehemaligen Pflegekind, das den Großteil des bisherigen Lebens hin- und hergeschoben worden war, weil sie niemand haben wollte. Dann war sie zu May und Winton gekommen, wo sie schließlich acht Jahre blieb. Als Achtzehnjährige verließ Kaylie dann die Stadt (Hope Springs). Nun ist sie wieder zurück und will einerseits ein Café eröffnen, andererseits herausfinden, was mit ihren Eltern geschehen ist. Das letzte Bild, an das sie sich erinnern kann, ist ihre nach einem Selbstmordversuch auf dem Fußboden liegende Mutter. Von ihrem Vater weiß sie gar nichts mehr. Kaylie steht also vor mehreren Aufgaben auf einmal, sie muss ihre Zukunft gestalten, will die Geheimnisse der Vergangenheit herausbekommen, und dann trifft sie auch noch auf den gut aussehenden Ten, der für sie das Haus renovieren soll, in dem sie das Café eröffnen möchte ...
Das Buch ist in erster Linie eine schöne Kleinstadtromanze mit allem, was dazugehört. Eine Handvoll sympathischer und spaßiger Charaktere, eine nette Liebesgeschichte zwischen Ten und Kaylie mit einigen Auf und Abs, und nebenher auch noch eine bzw. zwei gute Nebengeschichten, denn natürlich werden die Geheimnisse der Vergangenheit nach und nach aufgedeckt. Es wird ein angenehmes Tempo an den Tag gelegt, stilistisch ist alles tipptopp, und dass alles am Ende ein bißchen vorhersehbar ist, ist auch nicht weiter schlimm. Im Gegenteil, es gehört ja auch ein bißchen zu dem Genre dazu. ;) Ein durch und durch empfehlenswertes Buch!
5 von 5 Punkte!
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Samstag, 17. Januar 2015
Montag, 12. Januar 2015
Sergej Moskwin: In die Sonne
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Guter Metro-2033-Roman mit ein paar Aspekten, die neu für die Reihe sind
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Tekhnotma, Das Haus Komarow
"In die Sonne" ist das neueste Buch, das im Rahmen des inzwischen schon ziemlich umfangreichen Metro-2033-Universum erschienen ist. Eigentlich sollte es heute herauskommen, komischerweise ging das E-Book aber schon am Samstag. Mir sollte es recht sein, denn so konnte ich mich gleich am Wochenende ins neueste Metro-2033-Abenteuer stürzen und habe zwei unterhaltsame freie Tage damit verbracht. :)
Wie bei all meinen Rezensionen zu Büchern aus dem Metro-2033-Universum sei erst einmal vorangestellt, worum es sich dabei überhaupt handelt. Bei der zu Grunde liegenden Idee ging der Erschaffer (Dmitry Glukhovsky) davon aus, dass die Welt, wie wir sie kennen, von einem Atomkrieg vernichtet worden ist. Fortan ist die Oberfläche vollkommen verstrahlt und praktisch nicht mehr zu bewohnen, hier hausen jetzt stattdessen Monster. Die wenigen überlebenden Menschen haben sich in die Metro gerettet und dort eine neue Existenz aufgebaut. Die neue Gesellschaft in den Tunneln und Stationen weist gewisse Parallelen zur heutigen Welt auf, es gibt also auch hier unterschiedliche politische wie auch religiöse Ansichten, Bündnisse und Freundschaften, Fehden und so weiter. Gerade im ersten Buch konnte man vieles davon als Parabel auf die tatsächliche Welt verstehen, wobei natürlich die Action trotzdem deutlich im Vordergrund steht. Die vielen weiteren Romane werden viel weniger philosophisch interpretiert. ;)
Nachdem Dmitry Glukhovsky das Metro-2033-Universum entwickelt hatte und seinem Debütroman mit "Metro 2034" noch einen zweiten folgen ließ, haben inzwischen viele andere Autoren eigene Werke geschaffen, die in dem Szenario spielen. Damit es nicht zu logischen Widersprüchen kommt, haben sie dabei unterschiedliche Schauplätze gewählt, die Bücher der unterschiedlichen Autoren bauen also nicht untereinander auf. In Russland gibt es inzwischen jetzt laut ein paar Artikeln schon fast fünfzig verschiedene Bücher, und auch in anderen Ländern geht es damit offenbar schon los. Einen deutschen Metro-2033-Ableger gibt es bisher noch nicht, aber da Glukhovsky inzwischen schon im Vorwort direkt deutsche Autoren anspricht, sich daran zu versuchen, schätze ich, es wird nicht mehr lange dauern, bis es soweit sein wird.
"In die Sonne" ist Sergej Moskwins Debüt als Autor im Metro-2033-Universum. Ich glaube, von ihm gibt es kein anderes Buch, das auf Deutsch übersetzt wurde, ich jedenfalls kenne keins und habe beim Suchen auch nichts gefunden. In Russland kennt man ihn vermutlich schon eher, er hat dort schon eine Reihe anderer Romane geschrieben. Während Glukhovsky Moskau als Schauplatz seiner Metro-2033-Bücher Moskau ausgewählt hat, verschleppt uns Moskwin nach Sibirien, genauer gesagt ins ferne Nowosibirsk. Die dortige Metro ist ein etwas kleineres geschlossenes System, letztlich aber nicht minder bedroht.
In mancherlei Hinsicht unterscheidet sich Moskwins Buch von dem, was man von einem Metro-2033-Buch erwarten würde, zumindest gemessen an den Büchern der Reihe, die ich bisher gelesen habe. Neben dem im Klappentext erwähnten Sergej Kasarinym ist die zweite wichtige tragende Rolle diesmal eine weibliche Figur, und bisher waren die Bücher eine "reine Männerwelt", was die Hauptcharaktere angeht. Wobei ich noch nicht alle gelesen habe, die übersetzt worden sind, womöglich ist mir also eine andere weibliche Hauptfigur durchs Raster gerutscht. Aber ich glaube nicht. Außerdem gibt es diesmal eine erwähnenswerte romantische Note, was hoffentlich niemanden verschrecken wird, der diese Rezension liest. ;) Keine Angst, es ist trotzdem ein makelloser Metro-2033-Roman, wie man ihn kennt. Denn von den erwähnten Dingen abgesehen bietet das Buch in vielerlei Hinsicht das, was man von den anderen Büchern der Reihe bereits kennt und schätzt: Eine zwar einfache und sicher in vielen Büchern schon mal dagewesene, aber durch das spezielle Setting trotzdem frisch wirkende Storylineidee, ein klarer und gut nachvollziehbarer roter Faden, eine schnörkellose und gute Sprache, und einen Spannungsbogen, der bis zum Ende hält. "In die Sonne" ist vielleicht nicht der allerbeste Metro-2033-Roman, aber trotzdem ein hervorragender, und er hat mir ein schönes Lesewochenende beschert. Ich bin daher sehr zufrieden mit Moskwins Einstieg in die Reihe und hätte nichts dagegen, wenn es irgendwann mehr von ihm im Metro-2033-Universum zu lesen geben wird.
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Guter Metro-2033-Roman mit ein paar Aspekten, die neu für die Reihe sind
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Tekhnotma, Das Haus Komarow
"In die Sonne" ist das neueste Buch, das im Rahmen des inzwischen schon ziemlich umfangreichen Metro-2033-Universum erschienen ist. Eigentlich sollte es heute herauskommen, komischerweise ging das E-Book aber schon am Samstag. Mir sollte es recht sein, denn so konnte ich mich gleich am Wochenende ins neueste Metro-2033-Abenteuer stürzen und habe zwei unterhaltsame freie Tage damit verbracht. :)
Wie bei all meinen Rezensionen zu Büchern aus dem Metro-2033-Universum sei erst einmal vorangestellt, worum es sich dabei überhaupt handelt. Bei der zu Grunde liegenden Idee ging der Erschaffer (Dmitry Glukhovsky) davon aus, dass die Welt, wie wir sie kennen, von einem Atomkrieg vernichtet worden ist. Fortan ist die Oberfläche vollkommen verstrahlt und praktisch nicht mehr zu bewohnen, hier hausen jetzt stattdessen Monster. Die wenigen überlebenden Menschen haben sich in die Metro gerettet und dort eine neue Existenz aufgebaut. Die neue Gesellschaft in den Tunneln und Stationen weist gewisse Parallelen zur heutigen Welt auf, es gibt also auch hier unterschiedliche politische wie auch religiöse Ansichten, Bündnisse und Freundschaften, Fehden und so weiter. Gerade im ersten Buch konnte man vieles davon als Parabel auf die tatsächliche Welt verstehen, wobei natürlich die Action trotzdem deutlich im Vordergrund steht. Die vielen weiteren Romane werden viel weniger philosophisch interpretiert. ;)
Nachdem Dmitry Glukhovsky das Metro-2033-Universum entwickelt hatte und seinem Debütroman mit "Metro 2034" noch einen zweiten folgen ließ, haben inzwischen viele andere Autoren eigene Werke geschaffen, die in dem Szenario spielen. Damit es nicht zu logischen Widersprüchen kommt, haben sie dabei unterschiedliche Schauplätze gewählt, die Bücher der unterschiedlichen Autoren bauen also nicht untereinander auf. In Russland gibt es inzwischen jetzt laut ein paar Artikeln schon fast fünfzig verschiedene Bücher, und auch in anderen Ländern geht es damit offenbar schon los. Einen deutschen Metro-2033-Ableger gibt es bisher noch nicht, aber da Glukhovsky inzwischen schon im Vorwort direkt deutsche Autoren anspricht, sich daran zu versuchen, schätze ich, es wird nicht mehr lange dauern, bis es soweit sein wird.
"In die Sonne" ist Sergej Moskwins Debüt als Autor im Metro-2033-Universum. Ich glaube, von ihm gibt es kein anderes Buch, das auf Deutsch übersetzt wurde, ich jedenfalls kenne keins und habe beim Suchen auch nichts gefunden. In Russland kennt man ihn vermutlich schon eher, er hat dort schon eine Reihe anderer Romane geschrieben. Während Glukhovsky Moskau als Schauplatz seiner Metro-2033-Bücher Moskau ausgewählt hat, verschleppt uns Moskwin nach Sibirien, genauer gesagt ins ferne Nowosibirsk. Die dortige Metro ist ein etwas kleineres geschlossenes System, letztlich aber nicht minder bedroht.
In mancherlei Hinsicht unterscheidet sich Moskwins Buch von dem, was man von einem Metro-2033-Buch erwarten würde, zumindest gemessen an den Büchern der Reihe, die ich bisher gelesen habe. Neben dem im Klappentext erwähnten Sergej Kasarinym ist die zweite wichtige tragende Rolle diesmal eine weibliche Figur, und bisher waren die Bücher eine "reine Männerwelt", was die Hauptcharaktere angeht. Wobei ich noch nicht alle gelesen habe, die übersetzt worden sind, womöglich ist mir also eine andere weibliche Hauptfigur durchs Raster gerutscht. Aber ich glaube nicht. Außerdem gibt es diesmal eine erwähnenswerte romantische Note, was hoffentlich niemanden verschrecken wird, der diese Rezension liest. ;) Keine Angst, es ist trotzdem ein makelloser Metro-2033-Roman, wie man ihn kennt. Denn von den erwähnten Dingen abgesehen bietet das Buch in vielerlei Hinsicht das, was man von den anderen Büchern der Reihe bereits kennt und schätzt: Eine zwar einfache und sicher in vielen Büchern schon mal dagewesene, aber durch das spezielle Setting trotzdem frisch wirkende Storylineidee, ein klarer und gut nachvollziehbarer roter Faden, eine schnörkellose und gute Sprache, und einen Spannungsbogen, der bis zum Ende hält. "In die Sonne" ist vielleicht nicht der allerbeste Metro-2033-Roman, aber trotzdem ein hervorragender, und er hat mir ein schönes Lesewochenende beschert. Ich bin daher sehr zufrieden mit Moskwins Einstieg in die Reihe und hätte nichts dagegen, wenn es irgendwann mehr von ihm im Metro-2033-Universum zu lesen geben wird.
5 von 5 Punkte!
Donnerstag, 8. Januar 2015
Michael Peinkofer: Der Schwur der Orks
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Stärkster Roman von Michael Peinkofers Orkreihe
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Orks vs. Zwerge, Die Zwerge, Die Trolle
"Der Schwur der Orks" ist chronologisch der zweite Orks-Roman von Michael Peinkofer und der Nachfolger der "Rückkehr der Orks". In beiden Fällen handelt es um eine in sich abgeschlossene Geschichte, aber man sollte die Bücher trotzdem in der richtigen Reihenfolge lesen, weil man sonst erfahren würde, wie das vorherige Buch ausgegangen ist. Im Mittelpunkt des zweiten Buchs stehen wieder die vollkommen ungleichen Orkbrüder Rammar und Balbok, die es sich in ihrer Heimat, der Modermark, gut gehen lassen. Dann aber taucht ein Mensch bei den Orks auf und bittet sie um Hilfe. Eigentlich ein Vertreter der Todfeinde, aber manchmal gibt es eben Ereignisse, die unglaubliche Bündnisse erfordern ...
In meinen Augen ist der "Schwur der Orks" der stärkste der (bisher) geschriebenen vier Orks-Romane aus der Feder von Michael Peinkofer. Das ist vor allem der Ausgewogenheit der Geschichte zu verdanken. Wieder bedient sich Peinkofer des Mittels der Slapstick, um dafür zu sorgen, dass seine beiden Helden nicht wie stupide Schläger durch die Welten von Erdwelt ziehen, sondern einen großen Unterhaltungsfaktor haben. Während das im ersten Teil bisweilen so übertrieben wurde, dass es leicht nervte, war das beim zweiten Teil nicht in der Form zu verspüren. Stattdessen wirkte die Geschichte so, als sei sie genau im richtigen Gleichgewicht zwischen spaßiger und spannender Unterhaltung. "Der Schwur der Orks" ist kein sich extrem ernst nehmender Fantasyroman, in dem ellenlange Kampfhandlungen beschrieben und bejubelt werden, sondern ein humorvoller Schmöker für junge Fans des Genres, und diesen Zweck erfüllt er sehr gut.
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Stärkster Roman von Michael Peinkofers Orkreihe
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Orks vs. Zwerge, Die Zwerge, Die Trolle
"Der Schwur der Orks" ist chronologisch der zweite Orks-Roman von Michael Peinkofer und der Nachfolger der "Rückkehr der Orks". In beiden Fällen handelt es um eine in sich abgeschlossene Geschichte, aber man sollte die Bücher trotzdem in der richtigen Reihenfolge lesen, weil man sonst erfahren würde, wie das vorherige Buch ausgegangen ist. Im Mittelpunkt des zweiten Buchs stehen wieder die vollkommen ungleichen Orkbrüder Rammar und Balbok, die es sich in ihrer Heimat, der Modermark, gut gehen lassen. Dann aber taucht ein Mensch bei den Orks auf und bittet sie um Hilfe. Eigentlich ein Vertreter der Todfeinde, aber manchmal gibt es eben Ereignisse, die unglaubliche Bündnisse erfordern ...
In meinen Augen ist der "Schwur der Orks" der stärkste der (bisher) geschriebenen vier Orks-Romane aus der Feder von Michael Peinkofer. Das ist vor allem der Ausgewogenheit der Geschichte zu verdanken. Wieder bedient sich Peinkofer des Mittels der Slapstick, um dafür zu sorgen, dass seine beiden Helden nicht wie stupide Schläger durch die Welten von Erdwelt ziehen, sondern einen großen Unterhaltungsfaktor haben. Während das im ersten Teil bisweilen so übertrieben wurde, dass es leicht nervte, war das beim zweiten Teil nicht in der Form zu verspüren. Stattdessen wirkte die Geschichte so, als sei sie genau im richtigen Gleichgewicht zwischen spaßiger und spannender Unterhaltung. "Der Schwur der Orks" ist kein sich extrem ernst nehmender Fantasyroman, in dem ellenlange Kampfhandlungen beschrieben und bejubelt werden, sondern ein humorvoller Schmöker für junge Fans des Genres, und diesen Zweck erfüllt er sehr gut.
5 von 5 Punkte!
Mittwoch, 7. Januar 2015
Andrej Djakow: Die Reise in die Dunkelheit
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Zum zweiten Mal Djakow, zum zweiten Mal höchstes Metro-2033-Niveau
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Tekhnotma, Das Haus Komarow
Neben den "normalen" Metro-2033-Romanen, die von Dmitry Glukhovsky verfasst wurden, stammen andere Romane des gleichen Universums aus der Feder von anderen Leuten. Die Bücher stehen nicht im Zusammenhang zu denen von den anderen Schreibern, man kann sie also losgelöst voneinander lesen und muss keine Reihenfolge beachten. "Die Reise in die Dunkelheit" ist der zweite Roman von Andrej Djakow. Der erste war "Die Reise ins Licht" und dieses hier ist die Fortsetzung, in dem Fall muss man dann also sehr wohl auf die richtige Sortierung achten.
Nun dazu, was das Metro-2033-Universum überhaupt ist, für die, die sich bisher noch nicht damit beschäftigt haben. Glukhovsky, der die Idee dazu hatte, ging davon aus, dass es in der Welt zu einem Atomkrieg kommen wird, der dafür sorgt, dass die Oberfläche fortan verstrahlt und unbewohnbar wird. Die großen Städte sind zerstört, bei Glukhovsky Moskau, bei Djakow St. Petersburg. Sie sind jetzt unwirtliche Geisterstädte, in denen Mutanten hausen. Die wenigen überlebenden Menschen haben sich in die Metrosysteme unter der Erde zurückgezogen. Dort hat sich praktisch eine neue Gesellschaft entwickelt, die viele Parallelen zur früheren Gesellschaft hat, nur auf engerem Raum. Es gibt in dieser Welt also verschiedene politische und religiöse Systeme und Ansichten, es gibt Freundschaften wie Feindschaften, Bündnisse und viel mehr. Und ständig sieht sich die Unterwelt neuen Bedrohungsszenarien ausgesetzt.
Zum Buch selbst - Achtung, falls jemand "Die Reise ins Licht" nicht gelesen hat, enthält dieser Absatz einen kleinen Spoiler zum Ausgang des ersten Djakow-Buchs: Taran und Gleb sind wieder in der Metro zurück, wo nach und nach immer mehr Leute weggehen, weil sie an die Oberfläche wollen, um dort eine strahlungsfreie Insel zu bewohnen. Diese wird wenig später durch eine neue atomare Detonation vernichtet. Diejenigen, die dabei nicht ums Leben kommen, vermuten die Drahtzieher der Explosion in der Metro und sinnen auf Rache. Taran soll daraufhin den Beweis erbringen, dass seine Leute nicht hinter dem Attentat stecken. Schafft er es nicht, drohen die Überlebenden mit der Vernichtung ihrer Station. Und in dem Moment wird dann auch noch Gleb verschleppt.
"Die Reise in die Dunkelheit" ist genauso gut gelungen wie Djakows erster Metro-Roman, und er weist all die Stärken auf, die Glukhovsky in "Metro 2033" geschaffen hat, und die er dann in "Metro 2034" teilweise dann selbst hat vermissen lassen. Das heißt vor allem eins: sehr viel Action. Die Geschichte ist spannend und spektakulär, und man bekommt beim Lesen noch stärker das typische "Metro-2033-Gefühl", wenn man es so nennen will, als es bei "Die Reise ins Licht" der Fall war, weil die Geschichte diesmal direkt unten in der Metro spielt. Dadurch ist die Atmosphäre automatisch noch ein Stück klaustrophobischer. Ansonsten weiß einfach alles zu gefallen, was Djakow da zu Papier gebracht hat. Seine Ideen sind super, die Figuren gut ausgearbeitet und sympathisch, seine Sprache klar und schnörkellos, immer geht es voran. Ein tolles Buch!
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Zum zweiten Mal Djakow, zum zweiten Mal höchstes Metro-2033-Niveau
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Tekhnotma, Das Haus Komarow
Neben den "normalen" Metro-2033-Romanen, die von Dmitry Glukhovsky verfasst wurden, stammen andere Romane des gleichen Universums aus der Feder von anderen Leuten. Die Bücher stehen nicht im Zusammenhang zu denen von den anderen Schreibern, man kann sie also losgelöst voneinander lesen und muss keine Reihenfolge beachten. "Die Reise in die Dunkelheit" ist der zweite Roman von Andrej Djakow. Der erste war "Die Reise ins Licht" und dieses hier ist die Fortsetzung, in dem Fall muss man dann also sehr wohl auf die richtige Sortierung achten.
Nun dazu, was das Metro-2033-Universum überhaupt ist, für die, die sich bisher noch nicht damit beschäftigt haben. Glukhovsky, der die Idee dazu hatte, ging davon aus, dass es in der Welt zu einem Atomkrieg kommen wird, der dafür sorgt, dass die Oberfläche fortan verstrahlt und unbewohnbar wird. Die großen Städte sind zerstört, bei Glukhovsky Moskau, bei Djakow St. Petersburg. Sie sind jetzt unwirtliche Geisterstädte, in denen Mutanten hausen. Die wenigen überlebenden Menschen haben sich in die Metrosysteme unter der Erde zurückgezogen. Dort hat sich praktisch eine neue Gesellschaft entwickelt, die viele Parallelen zur früheren Gesellschaft hat, nur auf engerem Raum. Es gibt in dieser Welt also verschiedene politische und religiöse Systeme und Ansichten, es gibt Freundschaften wie Feindschaften, Bündnisse und viel mehr. Und ständig sieht sich die Unterwelt neuen Bedrohungsszenarien ausgesetzt.
Zum Buch selbst - Achtung, falls jemand "Die Reise ins Licht" nicht gelesen hat, enthält dieser Absatz einen kleinen Spoiler zum Ausgang des ersten Djakow-Buchs: Taran und Gleb sind wieder in der Metro zurück, wo nach und nach immer mehr Leute weggehen, weil sie an die Oberfläche wollen, um dort eine strahlungsfreie Insel zu bewohnen. Diese wird wenig später durch eine neue atomare Detonation vernichtet. Diejenigen, die dabei nicht ums Leben kommen, vermuten die Drahtzieher der Explosion in der Metro und sinnen auf Rache. Taran soll daraufhin den Beweis erbringen, dass seine Leute nicht hinter dem Attentat stecken. Schafft er es nicht, drohen die Überlebenden mit der Vernichtung ihrer Station. Und in dem Moment wird dann auch noch Gleb verschleppt.
"Die Reise in die Dunkelheit" ist genauso gut gelungen wie Djakows erster Metro-Roman, und er weist all die Stärken auf, die Glukhovsky in "Metro 2033" geschaffen hat, und die er dann in "Metro 2034" teilweise dann selbst hat vermissen lassen. Das heißt vor allem eins: sehr viel Action. Die Geschichte ist spannend und spektakulär, und man bekommt beim Lesen noch stärker das typische "Metro-2033-Gefühl", wenn man es so nennen will, als es bei "Die Reise ins Licht" der Fall war, weil die Geschichte diesmal direkt unten in der Metro spielt. Dadurch ist die Atmosphäre automatisch noch ein Stück klaustrophobischer. Ansonsten weiß einfach alles zu gefallen, was Djakow da zu Papier gebracht hat. Seine Ideen sind super, die Figuren gut ausgearbeitet und sympathisch, seine Sprache klar und schnörkellos, immer geht es voran. Ein tolles Buch!
5 von 5 Punkte!
Dienstag, 6. Januar 2015
Laura Landon: Lady Elyssas Begleiter
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Etwas schwülstiger, aber trotzdem hervorragender Liebesroman
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Das Werben des Lord MacKenzie, In Liebe, Ihre Eloise, Lady meines Herzens
Der Earl von Charfield muss zwei Wochen lang den Begleiter der Schwester des Marquess von Fellingsdown spielen, damit er dessen preisgekrönten Araberhengst bekommen kann. Die mysteriöse Lady, die er bis dahin nicht kannte, entpuppt sich als die Frau seiner Träume. Lady Elyssa wiederum empfindet ähnlich, bis sie dann herausfindet, dass der Earl angeheuert wurde und ihre große Liebe damit offensichtlich auf Betrug aufbaut.
"Lady Elyssas Begleiter" ist ein schöner Liebesroman, der fast schon ein bißchen zu schwülstig daherkommt ... aber nur fast. Letztlich darf man nicht vergessen, dass er von einer netten älteren Amerikanerin für ein amerikanisches Publikum geschrieben ist, daher darf man sich auch nicht wundern, wenn er sich genau so liest, als wäre er für so eine Zielgruppe geschrieben. ;-) Im Vergleich zu "Gemahlin wider Willen - Entscheidung in Yorkshire", das ich vorher gelesen habe und das man dem gleichen Genre zurechnen kann, war das Buch aber auf jeden Fall wunderbar, ein Unterschied wie Tag und Nacht. "Lady Elyssas Begleiter" war viel professioneller geschrieben, hatte einfach viel mehr Rhythmus in der Sprache und erzählte vor allem eine viel interessantere, spannendere Geschichte. Hier hat das Lesen großen Spaß bereitet!
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Etwas schwülstiger, aber trotzdem hervorragender Liebesroman
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Das Werben des Lord MacKenzie, In Liebe, Ihre Eloise, Lady meines Herzens
Der Earl von Charfield muss zwei Wochen lang den Begleiter der Schwester des Marquess von Fellingsdown spielen, damit er dessen preisgekrönten Araberhengst bekommen kann. Die mysteriöse Lady, die er bis dahin nicht kannte, entpuppt sich als die Frau seiner Träume. Lady Elyssa wiederum empfindet ähnlich, bis sie dann herausfindet, dass der Earl angeheuert wurde und ihre große Liebe damit offensichtlich auf Betrug aufbaut.
"Lady Elyssas Begleiter" ist ein schöner Liebesroman, der fast schon ein bißchen zu schwülstig daherkommt ... aber nur fast. Letztlich darf man nicht vergessen, dass er von einer netten älteren Amerikanerin für ein amerikanisches Publikum geschrieben ist, daher darf man sich auch nicht wundern, wenn er sich genau so liest, als wäre er für so eine Zielgruppe geschrieben. ;-) Im Vergleich zu "Gemahlin wider Willen - Entscheidung in Yorkshire", das ich vorher gelesen habe und das man dem gleichen Genre zurechnen kann, war das Buch aber auf jeden Fall wunderbar, ein Unterschied wie Tag und Nacht. "Lady Elyssas Begleiter" war viel professioneller geschrieben, hatte einfach viel mehr Rhythmus in der Sprache und erzählte vor allem eine viel interessantere, spannendere Geschichte. Hier hat das Lesen großen Spaß bereitet!
5 von 5 Punkte!
Montag, 5. Januar 2015
Inca Vogt: Gebrannte Kinder
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Das Buch in wenigen Worten: Intelligenter und spannender Psychothriller auf Frankfurter Boden
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Stadt des Schweigens, Puppenjäger, Das sechste Herz
"Gebrannte Kinder" ist der Debütroman (?) einer Autorin namens Inca Vogt, oder zumindest ihr erster Thriller, jedenfalls finde ich keinen anderen von ihr. ;) Angesiedelt ist der Roman in Frankfurt, was zwar nicht unbedingt meine Gefilde sind, aber wie es bei Regionalkrimis und -thrillern immer so schön heißt, muss man ja auch nicht von dort kommen, sondern man lernt die Orte durch gute Romane im Gegenteil sogar erstmal schätzen. In Frankfurt gibt es in dem Roman jedenfalls eine Mordserie, und diese ruft eine junge Journalistin auf den Plan. Sie stellt fest, dass es einen Zusammenhang zu Verbrechen vor langer Zeit geben könnte, und beginnt selbst zu ermitteln, losgelöst von der Polizei. Mit Toni, so heißt die junge Dame, darf man dann den Roman über mitfiebern.
Das Buch ist ein wirklich gelungener Psychothriller, wie er auch von den alten Hasen im Thrillergeschäft kaum besser geschrieben hätte werden können. Wobei, vielleicht ist die Autorin das ja? Ich weiß nicht, wie ich das "andere Leben" interpretieren soll, das in einer anderen Rezension erwähnt worden ist. Ein Pseudonym vielleicht, so dass die Qualität nicht von ungefähr kommt, sondern durch vorherige Routine hart erarbeitet wurde? Wie dem auch sei, man beginnt jedenfalls schon ziemlich schnell mitzufiebern und wird dann durchweg mitgerissen, was gänzlich ohne Durchhängephase funktioniert. Das Tempo ist kontinuierlich sehr hoch, was zum Beispiel durch die relativ kurzen Kapitel geschafft wird, die Geschichte ist klug durchdacht und wird am Ende gut aufgelöst. Besser hätte es kaum gemacht werden können. Ich war durchweg begeistert, und werde sicher wieder Ausschau nach eventuellen weiteren Romanen halten.
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Intelligenter und spannender Psychothriller auf Frankfurter Boden
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Stadt des Schweigens, Puppenjäger, Das sechste Herz
"Gebrannte Kinder" ist der Debütroman (?) einer Autorin namens Inca Vogt, oder zumindest ihr erster Thriller, jedenfalls finde ich keinen anderen von ihr. ;) Angesiedelt ist der Roman in Frankfurt, was zwar nicht unbedingt meine Gefilde sind, aber wie es bei Regionalkrimis und -thrillern immer so schön heißt, muss man ja auch nicht von dort kommen, sondern man lernt die Orte durch gute Romane im Gegenteil sogar erstmal schätzen. In Frankfurt gibt es in dem Roman jedenfalls eine Mordserie, und diese ruft eine junge Journalistin auf den Plan. Sie stellt fest, dass es einen Zusammenhang zu Verbrechen vor langer Zeit geben könnte, und beginnt selbst zu ermitteln, losgelöst von der Polizei. Mit Toni, so heißt die junge Dame, darf man dann den Roman über mitfiebern.
Das Buch ist ein wirklich gelungener Psychothriller, wie er auch von den alten Hasen im Thrillergeschäft kaum besser geschrieben hätte werden können. Wobei, vielleicht ist die Autorin das ja? Ich weiß nicht, wie ich das "andere Leben" interpretieren soll, das in einer anderen Rezension erwähnt worden ist. Ein Pseudonym vielleicht, so dass die Qualität nicht von ungefähr kommt, sondern durch vorherige Routine hart erarbeitet wurde? Wie dem auch sei, man beginnt jedenfalls schon ziemlich schnell mitzufiebern und wird dann durchweg mitgerissen, was gänzlich ohne Durchhängephase funktioniert. Das Tempo ist kontinuierlich sehr hoch, was zum Beispiel durch die relativ kurzen Kapitel geschafft wird, die Geschichte ist klug durchdacht und wird am Ende gut aufgelöst. Besser hätte es kaum gemacht werden können. Ich war durchweg begeistert, und werde sicher wieder Ausschau nach eventuellen weiteren Romanen halten.
5 von 5 Punkte!
Sabine Ebert: Der Traum der Hebamme
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Das Buch in wenigen Worten: Fabelhafter Abschluss der großartigen Hebammen-Saga
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Das Geheimnis der Hebamme (und alle Fortsetzungen), Die Hebamme, Die Wanderhure
"Der Traum der Hebamme" ist ein historischer Roman aus dem Jahr 2011 und Teil der Hebammen-Saga von Sabine Ebert. Falls sich die Autorin nicht dafür entscheiden sollte, die Serie fortzusetzen, ist dieses fünfte Buch gleichzeitig der letzte Band der Reihe. Natürlich weiß man nie, was im Laufe der Zeit passiert, wenn die Fans einer Buchreihe erst einmal lange genug nach mehr schreien. ;-) Was schon für die vier Bände vorher galt, gilt auch für den fünften: Er ist in sich abgeschlossen und könnte theoretisch losgelöst von den anderen gelesen werden, aber man sollte es trotzdem nicht machen, weil die Ereignisse aus den Bänden vorher erwähnt werden und dadurch klar wäre, wie diese ausgingen. Die Handlung beginnt diesmal im Jahr 1191, als Thomas, der Sohn von Marthe und Christian, vom Kreuzzug ins Heilige Land zurück und muss dort mit Marthe und den anderen neuen Gefahren entgegentreten.
Das Buch bildet wahrlich den krönenden Abschluss der Hebammen-Saga. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass man im Laufe der Zeit immer mehr mit einer Geschichte und ihren Figuren zusammenwächst, aber ich hatte während der ganzen Saga den Eindruck, dass sie sich von Buch zu Buch weiter steigern würde und deshalb bildet dieser letzte Band in meinen Augen gleichzeitig auch den besten. Das Buch ist einfach perfekt. Sabine Ebert hat einmal mehr glänzend recherchiert und die Fakten von damals mit ihrer Storyline zusammengebracht, der Spannungsbogen könnte nicht gespannter sein und man hängt bis zum Ende wie gebannt an der Geschichte. Ich finde, besser hätte der Abschluss der Reihe nicht ausfallen können, und insgesamt ist man nach der letzten Seite sehr zufrieden, dass man sich die Zeit für die insgesamt mehr als 3.000 Seiten, die die Saga umfasste, genommen hat. Das war ein tolles Stück Unterhaltungskunst!
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Fabelhafter Abschluss der großartigen Hebammen-Saga
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Das Geheimnis der Hebamme (und alle Fortsetzungen), Die Hebamme, Die Wanderhure
"Der Traum der Hebamme" ist ein historischer Roman aus dem Jahr 2011 und Teil der Hebammen-Saga von Sabine Ebert. Falls sich die Autorin nicht dafür entscheiden sollte, die Serie fortzusetzen, ist dieses fünfte Buch gleichzeitig der letzte Band der Reihe. Natürlich weiß man nie, was im Laufe der Zeit passiert, wenn die Fans einer Buchreihe erst einmal lange genug nach mehr schreien. ;-) Was schon für die vier Bände vorher galt, gilt auch für den fünften: Er ist in sich abgeschlossen und könnte theoretisch losgelöst von den anderen gelesen werden, aber man sollte es trotzdem nicht machen, weil die Ereignisse aus den Bänden vorher erwähnt werden und dadurch klar wäre, wie diese ausgingen. Die Handlung beginnt diesmal im Jahr 1191, als Thomas, der Sohn von Marthe und Christian, vom Kreuzzug ins Heilige Land zurück und muss dort mit Marthe und den anderen neuen Gefahren entgegentreten.
Das Buch bildet wahrlich den krönenden Abschluss der Hebammen-Saga. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass man im Laufe der Zeit immer mehr mit einer Geschichte und ihren Figuren zusammenwächst, aber ich hatte während der ganzen Saga den Eindruck, dass sie sich von Buch zu Buch weiter steigern würde und deshalb bildet dieser letzte Band in meinen Augen gleichzeitig auch den besten. Das Buch ist einfach perfekt. Sabine Ebert hat einmal mehr glänzend recherchiert und die Fakten von damals mit ihrer Storyline zusammengebracht, der Spannungsbogen könnte nicht gespannter sein und man hängt bis zum Ende wie gebannt an der Geschichte. Ich finde, besser hätte der Abschluss der Reihe nicht ausfallen können, und insgesamt ist man nach der letzten Seite sehr zufrieden, dass man sich die Zeit für die insgesamt mehr als 3.000 Seiten, die die Saga umfasste, genommen hat. Das war ein tolles Stück Unterhaltungskunst!
5 von 5 Punkte!
Sabine Ebert: Der Fluch der Hebamme
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Das Buch in wenigen Worten: Bis dahin stärkster Roman der ohnehin sehr empfehlenswerten Hebammen-Saga
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Das Geheimnis der Hebamme (und alle Fortsetzungen), Die Hebamme, Die Wanderhure
"Der Fluch der Hebamme" ist ein historischer Roman aus dem Jahr 2010 und Teil der Hebammen-Saga von Sabine Ebert. Es handelt sich um den vierten und vorletzten Band der Reihe. Was schon für die vorhergegangenen Bücher gilt, gilt auch für diesen: Man sollte ihn unbedingt erst dann lesen, wenn man schon die anderen drei gelesen hat. Die Bücher bilden zwar immer eine in sich abgeschlossene Geschichte, aber sie haben immer das Ende des vorherigen Buchs als Grundlage. Würde man die Bücher nicht in der richtigen Reihenfolge lesen, dann würde der Spaß verlorengehen, und warum sollte man sich das kaputtmachen. Diesmal beginnt das Buch im Jahr 1189 und thematisiert vor allem den Dritten Kreuzzug, in dem Thomas, der älteste Sohn von Marthe und Christian, mitzieht.
Das Buch ist der erste Roman ohne Christian, der das dritte Buch nicht überstanden hat. Es stand also die Frage, ob die Buchreihe auch noch ohne den liebgewonnen Charakter funktionieren würde, und was soll ich sagen? Das Buch ist bis hierhin eindeutig der beste der Romanreihe. Das Buch liest sich leicht und ist keinen Deut weniger spannend als die anderen, die tatsächlichen historischen Ereignisse von damals sind wieder auf großartige Weise mit den eigenen Ideen von Sabine Ebert verwoben. Und insgesamt war alles einfach noch ein Stück runder als bisher, noch spektakulärer, es fesselt bis zum Gehtnichtmehr. Wer Mittelalterromane mag und die Hebammen-Saga bis dahin gemieden hat, sollte spätestens wegen diesem vierten Buch zu der ganzen Reihe greifen.
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Bis dahin stärkster Roman der ohnehin sehr empfehlenswerten Hebammen-Saga
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Das Geheimnis der Hebamme (und alle Fortsetzungen), Die Hebamme, Die Wanderhure
"Der Fluch der Hebamme" ist ein historischer Roman aus dem Jahr 2010 und Teil der Hebammen-Saga von Sabine Ebert. Es handelt sich um den vierten und vorletzten Band der Reihe. Was schon für die vorhergegangenen Bücher gilt, gilt auch für diesen: Man sollte ihn unbedingt erst dann lesen, wenn man schon die anderen drei gelesen hat. Die Bücher bilden zwar immer eine in sich abgeschlossene Geschichte, aber sie haben immer das Ende des vorherigen Buchs als Grundlage. Würde man die Bücher nicht in der richtigen Reihenfolge lesen, dann würde der Spaß verlorengehen, und warum sollte man sich das kaputtmachen. Diesmal beginnt das Buch im Jahr 1189 und thematisiert vor allem den Dritten Kreuzzug, in dem Thomas, der älteste Sohn von Marthe und Christian, mitzieht.
Das Buch ist der erste Roman ohne Christian, der das dritte Buch nicht überstanden hat. Es stand also die Frage, ob die Buchreihe auch noch ohne den liebgewonnen Charakter funktionieren würde, und was soll ich sagen? Das Buch ist bis hierhin eindeutig der beste der Romanreihe. Das Buch liest sich leicht und ist keinen Deut weniger spannend als die anderen, die tatsächlichen historischen Ereignisse von damals sind wieder auf großartige Weise mit den eigenen Ideen von Sabine Ebert verwoben. Und insgesamt war alles einfach noch ein Stück runder als bisher, noch spektakulärer, es fesselt bis zum Gehtnichtmehr. Wer Mittelalterromane mag und die Hebammen-Saga bis dahin gemieden hat, sollte spätestens wegen diesem vierten Buch zu der ganzen Reihe greifen.
5 von 5 Punkte!
T.S. Orgel: Der Schatz der Ahnen
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Abermals ein perfekter Ausflug in die Orgelsche Orks- und Zwergenwelt
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Orks vs. Zwerge, Die Zwerge, Die Rückkehr der Orks
"Der Schatz der Ahnen" ist nunmehr der dritte Band der Buchreihe "Orks vs. Zwerge", die von den Gebrüdern Orgel geschrieben worden ist. Als das Buch vor einigen Wochen erschienen ist, hatte ich sofort gelesen, da mir die Vorgänger so gut gefallen hatten, dass ich es mir damals schon vorbestellt hatte. Die Orka machen sich darin auf den Weg in die östlichen Berge, weil sie davon ausgehen, dass die große Finsternis noch nicht bezwungen ist und nur dort vernichtet werden kann. Auch Glond ist auf dem Weg dorthin, weil er auf Indizien gestoßen ist, die diese Vermutung bestätigen. Gleichzeitig scheint es bei den Zwergen einen Verräter in der eigenen Festung zu geben, denn es kommt immer wieder zu seltsamen Todesfällen.
Der dritte Band der Buchreihe steht den anderen beiden Büchern überhaupt nichts nach, sondern hat alle meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Nicht nur, dass es einfach wieder toll war, die ganzen Figuren noch einmal ein Stück begleiten zu können, die man aus den ersten beiden Büchern schon kannte und schätzen gelernt hat, sie durchleben abermals ein dermaßen fesselndes Abenteuer, dass man das Buch eigentlich gar nicht wieder weglegen will, bis man es zu Ende gelesen hat. Wieder haben die Orgels ihre Ideen, und diese sind wirklich eine Klasse für sich, schriftstellerisch fabelhaft umgesetzt, und man hängt ihnen geradezu an ihren Lippen. Insgesamt hat das Buch die Reihe wunderbar abgerundet, ich glaube, besser hätte das nicht gemacht werden können. Ich hatte einen Heidenspaß und freue mich schon auf das nächste Buch, das aus der Feder der beiden Männer geschöpft werden wird. Fantasy-Trilogien haben ja die Eigenschaft, dass ihnen eigentlich immer noch etwas folgt, auch wenn sie eigentlich auserzählt sind, und in dem Fall wäre das eine richtig gute Nachricht. ;-)
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Abermals ein perfekter Ausflug in die Orgelsche Orks- und Zwergenwelt
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Orks vs. Zwerge, Die Zwerge, Die Rückkehr der Orks
"Der Schatz der Ahnen" ist nunmehr der dritte Band der Buchreihe "Orks vs. Zwerge", die von den Gebrüdern Orgel geschrieben worden ist. Als das Buch vor einigen Wochen erschienen ist, hatte ich sofort gelesen, da mir die Vorgänger so gut gefallen hatten, dass ich es mir damals schon vorbestellt hatte. Die Orka machen sich darin auf den Weg in die östlichen Berge, weil sie davon ausgehen, dass die große Finsternis noch nicht bezwungen ist und nur dort vernichtet werden kann. Auch Glond ist auf dem Weg dorthin, weil er auf Indizien gestoßen ist, die diese Vermutung bestätigen. Gleichzeitig scheint es bei den Zwergen einen Verräter in der eigenen Festung zu geben, denn es kommt immer wieder zu seltsamen Todesfällen.
Der dritte Band der Buchreihe steht den anderen beiden Büchern überhaupt nichts nach, sondern hat alle meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Nicht nur, dass es einfach wieder toll war, die ganzen Figuren noch einmal ein Stück begleiten zu können, die man aus den ersten beiden Büchern schon kannte und schätzen gelernt hat, sie durchleben abermals ein dermaßen fesselndes Abenteuer, dass man das Buch eigentlich gar nicht wieder weglegen will, bis man es zu Ende gelesen hat. Wieder haben die Orgels ihre Ideen, und diese sind wirklich eine Klasse für sich, schriftstellerisch fabelhaft umgesetzt, und man hängt ihnen geradezu an ihren Lippen. Insgesamt hat das Buch die Reihe wunderbar abgerundet, ich glaube, besser hätte das nicht gemacht werden können. Ich hatte einen Heidenspaß und freue mich schon auf das nächste Buch, das aus der Feder der beiden Männer geschöpft werden wird. Fantasy-Trilogien haben ja die Eigenschaft, dass ihnen eigentlich immer noch etwas folgt, auch wenn sie eigentlich auserzählt sind, und in dem Fall wäre das eine richtig gute Nachricht. ;-)
5 von 5 Punkte!
T.S. Orgel: Fluch der Dunkelheit
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Gläzend gelungener Nachfolger und ein Muss für die Fans von "Orks vs. Zwerge"
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Orks vs. Zwerge, Die Zwerge, Die Rückkehr der Orks
"Der Fluch der Dunkelheit" ist der zweite Band der von den Orgel-Brüdern geschriebenen Buchreihe "Orks vs. Zwerge". In diesem Roman geht es damit los, dass sich die Zwerge zu einer Gegenoffensive rüsten müssen, nachdem ihre mächtige Festung Derok gefallen ist. Zur gleichen Zeit droht jedoch eine böse Macht die Geister der Toten aufzuwecken und das Land der Lebenden für immer zu vernichten.
Die Idee des zweiten Buchs erinnert ein bißchen an das "Tote Land", das Markus Heitz in einem von seinen Zwergenbüchern thematisiert hatte, aber inhaltlich ist hier natürlich wieder alles ganz anders. Wer den ersten Band von "Orks vs. Zwerge" mochte, der wird sich auch hier wieder wohlfühlen, denn das Buch greift die ganzen Stärken davon wieder auf und erzählt eine tolle Geschichte, die von Anfang an bis zum Ende einfach Spaß macht. Wieder wird nicht nur eine Seite betrachtet, sondern Orks und Zwerge separat, geschrieben von jeweils einem der beiden Orgel-Brüder, wenn ich es richtig verstanden habe. Wieder ist das alles einfach ganz toll gelungen, man wird durchweg mitgerissen und spaßig ist es zwischendrin auch immer mal wieder. Kurzum, das Buch bietet einfach alles, was einen guten Fantasyroman ausmacht.
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Gläzend gelungener Nachfolger und ein Muss für die Fans von "Orks vs. Zwerge"
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Orks vs. Zwerge, Die Zwerge, Die Rückkehr der Orks
"Der Fluch der Dunkelheit" ist der zweite Band der von den Orgel-Brüdern geschriebenen Buchreihe "Orks vs. Zwerge". In diesem Roman geht es damit los, dass sich die Zwerge zu einer Gegenoffensive rüsten müssen, nachdem ihre mächtige Festung Derok gefallen ist. Zur gleichen Zeit droht jedoch eine böse Macht die Geister der Toten aufzuwecken und das Land der Lebenden für immer zu vernichten.
Die Idee des zweiten Buchs erinnert ein bißchen an das "Tote Land", das Markus Heitz in einem von seinen Zwergenbüchern thematisiert hatte, aber inhaltlich ist hier natürlich wieder alles ganz anders. Wer den ersten Band von "Orks vs. Zwerge" mochte, der wird sich auch hier wieder wohlfühlen, denn das Buch greift die ganzen Stärken davon wieder auf und erzählt eine tolle Geschichte, die von Anfang an bis zum Ende einfach Spaß macht. Wieder wird nicht nur eine Seite betrachtet, sondern Orks und Zwerge separat, geschrieben von jeweils einem der beiden Orgel-Brüder, wenn ich es richtig verstanden habe. Wieder ist das alles einfach ganz toll gelungen, man wird durchweg mitgerissen und spaßig ist es zwischendrin auch immer mal wieder. Kurzum, das Buch bietet einfach alles, was einen guten Fantasyroman ausmacht.
5 von 5 Punkte!
T.S. Orgel: Orks vs. Zwerge
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Das Buch in wenigen Worten: Fantasy aus deutschen Landen auf höchstem Niveau
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Die Zwerge, Die Rückkehr der Orks, Die Trolle
Das Thema von "Orks vs. Zwerge" und den Folgeromanen ist alles andere als neu: Orks und Zwerge führen gegeneinander Krieg. Nun stehen sie vor einer gigantischen Schlacht, die darüber entscheiden wird, welche der beiden Rassen eine Zukunft hat. Wie so oft stürmen wilde Orkhorden auf die Zwergenfesten an, wie so oft sind es tausende und abertausende von ihnen, und wie so oft sterben sie auch in Massen, was dementsprechend viele altbekannte Kampfbeschreibungen nach sich zieht. Die Orgels machen aber einen Unterschied, denn die Orks sind bei ihnen nicht einfach nur tumbes Fallobst und die Klischeebösen, sondern sie widmen sich tatsächlich beiden Seiten, geben ihnen durchdachte nachvollziehbare Aufgaben und verteilen die Sympathien der Leser nicht einseitig zu den Zwergen, sondern betrachten tatsächlich beide Seiten.
Orks und Zwerge sind zwei der wohl populärsten Rassen aus Fantasywelten, seitdem Tolkien sie vor vielen Jahrzehnten wiederbelebt hat. Sieht man mal von der vollkommen danebengegangenen Orks-Reihe von Stan Nicholls ab, sind sie auch sehr oft in gutklassigen Buchreihen in den Mittelpunkt gerückt worden. Als ich zum ersten Mal von "Orks vs. Zwerge" gehört hatte, dachte ich noch, das sei einfach nur eine weitere Reihe unter vielen, denn immerhin klang auch der Ansatzpunkt zur Geschichte nicht sehr neu, doch weit gefehlt. "Orks vs. Zwerge" ist eine brilliante Reihe, und das ging schon mit diesem Auftaktbuch los. Das Buch ist packend geschrieben und spannend vom Buchdeckel bis zur Rückseite, sprachlich sehr gut, pointiert und voller kreativer guter Ideen. Ich war schwer begeistert, als ich es gelesen hatte!
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Fantasy aus deutschen Landen auf höchstem Niveau
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Die Zwerge, Die Rückkehr der Orks, Die Trolle
Das Thema von "Orks vs. Zwerge" und den Folgeromanen ist alles andere als neu: Orks und Zwerge führen gegeneinander Krieg. Nun stehen sie vor einer gigantischen Schlacht, die darüber entscheiden wird, welche der beiden Rassen eine Zukunft hat. Wie so oft stürmen wilde Orkhorden auf die Zwergenfesten an, wie so oft sind es tausende und abertausende von ihnen, und wie so oft sterben sie auch in Massen, was dementsprechend viele altbekannte Kampfbeschreibungen nach sich zieht. Die Orgels machen aber einen Unterschied, denn die Orks sind bei ihnen nicht einfach nur tumbes Fallobst und die Klischeebösen, sondern sie widmen sich tatsächlich beiden Seiten, geben ihnen durchdachte nachvollziehbare Aufgaben und verteilen die Sympathien der Leser nicht einseitig zu den Zwergen, sondern betrachten tatsächlich beide Seiten.
Orks und Zwerge sind zwei der wohl populärsten Rassen aus Fantasywelten, seitdem Tolkien sie vor vielen Jahrzehnten wiederbelebt hat. Sieht man mal von der vollkommen danebengegangenen Orks-Reihe von Stan Nicholls ab, sind sie auch sehr oft in gutklassigen Buchreihen in den Mittelpunkt gerückt worden. Als ich zum ersten Mal von "Orks vs. Zwerge" gehört hatte, dachte ich noch, das sei einfach nur eine weitere Reihe unter vielen, denn immerhin klang auch der Ansatzpunkt zur Geschichte nicht sehr neu, doch weit gefehlt. "Orks vs. Zwerge" ist eine brilliante Reihe, und das ging schon mit diesem Auftaktbuch los. Das Buch ist packend geschrieben und spannend vom Buchdeckel bis zur Rückseite, sprachlich sehr gut, pointiert und voller kreativer guter Ideen. Ich war schwer begeistert, als ich es gelesen hatte!
5 von 5 Punkte!
Andrej Djakow: Die Reise ins Licht
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Starkes Buch, besser hätte es Glukhovsky auch nicht gemacht
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Der Tag der Opritschniks, Das Haus Komarow
"Die Reise ins Licht" ist, wenn ich nicht ganz falsch liegen sollte, der erste auf Deutsch erschienene Roman, der im Metro-2033-Universum spielt, der nicht von Dmitry Glukhovsky selbst geschrieben worden ist, der das Endzeit-Szenario entwickelt hat. Wenn ich falsch liegen sollte, ist das aber auch nicht weiter schlimm, denn die Bücher der unterschiedlichen Autoren erzählen keine zusammenhängende Handlung, sondern sind in sich abgeschlossen und können dadurch losgelöst voneinander gelesen werden und in beliebiger Reihenfolge. "Die Reise ins Licht" ist der Beginn einer eigenen kleinen Trilogie von Andrej Djakow, die später mit "Die Reise in die Dunkelheit" und "Hinter dem Horizont" fortgesetzt wurde.
Zuerst einmal eine Erklärung, was das Metro-2033-Universum überhaupt ist, falls es jemand noch nicht mitbekommen haben sollte. Nachdem es in der Welt einen Atomkrieg gegeben hat, ist die Oberfläche verstrahlt und alles ist zerstört. So auch Moskau, das in Schutt und Asche liegt und zu einer Geisterstadt verkommen ist, in der jetzt Monster, Mutanten usw. hausen. Die Menschheit hat auch überlebt, aber nur noch ein paar von ihnen, und sie befinden sich nicht mehr in der Oberwelt, denn die ist ja verstrahlt, sondern in Moskaus U-Bahn-System. Deshalb auch das "Metro" im Titel der Serie. In dem Metrosystem haben die Menschen eine isolierte neue Gesellschaft entwickelt, in der es wie zuvor in der "richtigen" Welt verschiedene politische und religiöse Ansichten und Systeme gibt, Feindschaften, Bündnisse und so weiter. Und natürlich tauchen immer wieder neue Bedrohungen auf.
Schon vor dem Erscheinen von "Metro 2033" entwickelte sich ein ziemlicher Hype, wenn ich es richtig mitbekommen habe, und inzwischen gibt es nicht nur die von Glukhovsky selbst geschriebenen Bücher, sondern auch Computerspiele und eben diverse Bücher, die von anderen Autoren verfasst worden sind und die in der gleichen Welt spielen. "Die Reise ins Licht" ist eins davon. Djakow hat sich dabei dafür entschieden, über Moskaus Stadtgrenzen hinaus zu gehen und hat seine Geschichte stattdessen in St. Petersburg angesiedelt, wo es natürlich auch nicht anders aussieht als in Moskau. Dadurch hatte Djakow die Möglichkeit, seine Ideen voll und ganz ausleben zu können, ohne zu stark auf die von Glukhovsky geschaffenen Gegebenheiten zu achten. Hauptfigur des Buchs ist ein Waise namens Gleb, der mit Taran, einem der Stalker, einem Priester und anderen merkwürdigen Gestalten auf Expedition geschickt wird. Die bunte Truppe soll seltsame Lichtsignale in der Oberwelt untersuchen und hat also eine spannende Reise vor sich.
Unter den vielen Spinoff-Büchern von "Metro 2033" sind einige Perlen dabei, aber Djakow ragt aus ihnen fast schon am meisten heraus. Das Buch kann sich ohne weiteres mit dem Originalbuch messen und ist meines Erachtens sogar ein Stück stärker als Glukhovskys eigener Nachfolgeband "Metro 2034". Djakow fängt die Atmosphäre aus Glukhovskys Endzeitszenario hervorragend ein, hat ein paar sehr einprägsame und skurrile Gestalten geschaffen, denen man gerne bei ihrem Abenteuer zuguckt, und bis zum Ende hin ist das Buch einfach durch und durch spannend.
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Starkes Buch, besser hätte es Glukhovsky auch nicht gemacht
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2033, Der Tag der Opritschniks, Das Haus Komarow
"Die Reise ins Licht" ist, wenn ich nicht ganz falsch liegen sollte, der erste auf Deutsch erschienene Roman, der im Metro-2033-Universum spielt, der nicht von Dmitry Glukhovsky selbst geschrieben worden ist, der das Endzeit-Szenario entwickelt hat. Wenn ich falsch liegen sollte, ist das aber auch nicht weiter schlimm, denn die Bücher der unterschiedlichen Autoren erzählen keine zusammenhängende Handlung, sondern sind in sich abgeschlossen und können dadurch losgelöst voneinander gelesen werden und in beliebiger Reihenfolge. "Die Reise ins Licht" ist der Beginn einer eigenen kleinen Trilogie von Andrej Djakow, die später mit "Die Reise in die Dunkelheit" und "Hinter dem Horizont" fortgesetzt wurde.
Zuerst einmal eine Erklärung, was das Metro-2033-Universum überhaupt ist, falls es jemand noch nicht mitbekommen haben sollte. Nachdem es in der Welt einen Atomkrieg gegeben hat, ist die Oberfläche verstrahlt und alles ist zerstört. So auch Moskau, das in Schutt und Asche liegt und zu einer Geisterstadt verkommen ist, in der jetzt Monster, Mutanten usw. hausen. Die Menschheit hat auch überlebt, aber nur noch ein paar von ihnen, und sie befinden sich nicht mehr in der Oberwelt, denn die ist ja verstrahlt, sondern in Moskaus U-Bahn-System. Deshalb auch das "Metro" im Titel der Serie. In dem Metrosystem haben die Menschen eine isolierte neue Gesellschaft entwickelt, in der es wie zuvor in der "richtigen" Welt verschiedene politische und religiöse Ansichten und Systeme gibt, Feindschaften, Bündnisse und so weiter. Und natürlich tauchen immer wieder neue Bedrohungen auf.
Schon vor dem Erscheinen von "Metro 2033" entwickelte sich ein ziemlicher Hype, wenn ich es richtig mitbekommen habe, und inzwischen gibt es nicht nur die von Glukhovsky selbst geschriebenen Bücher, sondern auch Computerspiele und eben diverse Bücher, die von anderen Autoren verfasst worden sind und die in der gleichen Welt spielen. "Die Reise ins Licht" ist eins davon. Djakow hat sich dabei dafür entschieden, über Moskaus Stadtgrenzen hinaus zu gehen und hat seine Geschichte stattdessen in St. Petersburg angesiedelt, wo es natürlich auch nicht anders aussieht als in Moskau. Dadurch hatte Djakow die Möglichkeit, seine Ideen voll und ganz ausleben zu können, ohne zu stark auf die von Glukhovsky geschaffenen Gegebenheiten zu achten. Hauptfigur des Buchs ist ein Waise namens Gleb, der mit Taran, einem der Stalker, einem Priester und anderen merkwürdigen Gestalten auf Expedition geschickt wird. Die bunte Truppe soll seltsame Lichtsignale in der Oberwelt untersuchen und hat also eine spannende Reise vor sich.
Unter den vielen Spinoff-Büchern von "Metro 2033" sind einige Perlen dabei, aber Djakow ragt aus ihnen fast schon am meisten heraus. Das Buch kann sich ohne weiteres mit dem Originalbuch messen und ist meines Erachtens sogar ein Stück stärker als Glukhovskys eigener Nachfolgeband "Metro 2034". Djakow fängt die Atmosphäre aus Glukhovskys Endzeitszenario hervorragend ein, hat ein paar sehr einprägsame und skurrile Gestalten geschaffen, denen man gerne bei ihrem Abenteuer zuguckt, und bis zum Ende hin ist das Buch einfach durch und durch spannend.
5 von 5 Punkte!
Dmitry Glukhovsky: Metro 2033
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Das Buch in wenigen Worten: Meisterwerk dystopischer Literatur und eins der besten Bücher aller Zeiten
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2034, Der Tag der Opritschniks, Das Haus Komarow
Die Grundlage des "Metro-2033-Universums" sieht ungefähr wie folgt aus. In der Welt hat es einen Atomkrieg gegeben, die dazu geführt hat, dass Moskau über weite Strecken vollkommen zerstört worden ist und zu einer Geisterstadt verkommen ist, in der nun unter anderem Monster hausen, menschenfressende Mutanten und ähnliches. Menschen gibt es nur noch wenige, und diese Überlebenden befinden sich nicht mehr auf der verstrahlten Oberwelt, sondern haben sich in das U-Bahn-System zurückgezogen, das als Namenspate für das Buch herhielt. Dort haben sie eine isolierte eigene merkwürdige Gesellschaft errichtet, die ständig in Bedrohungsszenarien steckt. Wie schon die Welt zuvor, entwickelt sich auch die Unterwelt so, dass es hier unterschiedliche politische Vorstellungen gibt, unterschiedliche religiöse Ansichten, Bündnisse, Freundschaften, Feindschaften, und so weiter.
Inzwischen gibt es nicht nur Computerspiele, die im Metro-2033-Universum spielen, sondern auch ein direktes Nachfolgebuch sowie viele weitere Romane, die von anderen Autoren geschrieben worden sind und die in der gleichen Welt spielen, aber mit anderen Hauptfiguren und so weiter. Mit diesem Buch hier hat alles seinen Anfang genommen. In "Metro 2033" ist die Hauptfigur ein junger Russe mit Namen Artjom. Seine Station wird von Mutanten bedroht, in dem Fall von den "Schwarzen". Ein Soldat erzählt Artjom, das er vermutlich selber für die Bedrohung verantwortlich ist, weil er als Junge mit zwei Freunden ein hermetisches Tor geöffnet hatte, um an die Oberfläche zu kommen, und es nicht rechtzeitig wieder geschlossen haben. Artjom macht sich nun auf, dabei zu helfen, die Bedrohung von oben zu bannen.
Auf den ersten Blick wird man sicherlich meinen, plumpe Action-Scifi vor sich zu haben. Doch "Metro 2033" ist so viel mehr als das. Das Buch ist eine unglaublich lebensnahe Beschreibung von Zuständen und von Gefahren, eine fesselnde und spannende Zukunftsvision in einer ungewöhnlichen und bedrückenden düsteren Atmosphäre, vor allem aber auch ein Buch mit sehr viel hintergründigem Gehalt. Vieles von dem, was Glukhovsky da verfasst hat, lässt sich auf die heutige Welt übertragen und das ist zweifelsohne auch so gewollt, das Buch steckt voll kluger Gedanken und voll tiefgründiger Aussage, und unterhält dabei trotzdem geradezu bombastisch. Eins meiner absoluten Lieblingsbücher, und ich finde auch vieles andere fantastisch, was im Metro-2033-Universum geschrieben worden ist. Das ist eine Welt entstanden, über die ich mir ohne nachzufragen jede neue Erscheinung direkt am Tag der Veröffentlichung zulege. Große Buchkunst!
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Meisterwerk dystopischer Literatur und eins der besten Bücher aller Zeiten
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2034, Der Tag der Opritschniks, Das Haus Komarow
Die Grundlage des "Metro-2033-Universums" sieht ungefähr wie folgt aus. In der Welt hat es einen Atomkrieg gegeben, die dazu geführt hat, dass Moskau über weite Strecken vollkommen zerstört worden ist und zu einer Geisterstadt verkommen ist, in der nun unter anderem Monster hausen, menschenfressende Mutanten und ähnliches. Menschen gibt es nur noch wenige, und diese Überlebenden befinden sich nicht mehr auf der verstrahlten Oberwelt, sondern haben sich in das U-Bahn-System zurückgezogen, das als Namenspate für das Buch herhielt. Dort haben sie eine isolierte eigene merkwürdige Gesellschaft errichtet, die ständig in Bedrohungsszenarien steckt. Wie schon die Welt zuvor, entwickelt sich auch die Unterwelt so, dass es hier unterschiedliche politische Vorstellungen gibt, unterschiedliche religiöse Ansichten, Bündnisse, Freundschaften, Feindschaften, und so weiter.
Inzwischen gibt es nicht nur Computerspiele, die im Metro-2033-Universum spielen, sondern auch ein direktes Nachfolgebuch sowie viele weitere Romane, die von anderen Autoren geschrieben worden sind und die in der gleichen Welt spielen, aber mit anderen Hauptfiguren und so weiter. Mit diesem Buch hier hat alles seinen Anfang genommen. In "Metro 2033" ist die Hauptfigur ein junger Russe mit Namen Artjom. Seine Station wird von Mutanten bedroht, in dem Fall von den "Schwarzen". Ein Soldat erzählt Artjom, das er vermutlich selber für die Bedrohung verantwortlich ist, weil er als Junge mit zwei Freunden ein hermetisches Tor geöffnet hatte, um an die Oberfläche zu kommen, und es nicht rechtzeitig wieder geschlossen haben. Artjom macht sich nun auf, dabei zu helfen, die Bedrohung von oben zu bannen.
Auf den ersten Blick wird man sicherlich meinen, plumpe Action-Scifi vor sich zu haben. Doch "Metro 2033" ist so viel mehr als das. Das Buch ist eine unglaublich lebensnahe Beschreibung von Zuständen und von Gefahren, eine fesselnde und spannende Zukunftsvision in einer ungewöhnlichen und bedrückenden düsteren Atmosphäre, vor allem aber auch ein Buch mit sehr viel hintergründigem Gehalt. Vieles von dem, was Glukhovsky da verfasst hat, lässt sich auf die heutige Welt übertragen und das ist zweifelsohne auch so gewollt, das Buch steckt voll kluger Gedanken und voll tiefgründiger Aussage, und unterhält dabei trotzdem geradezu bombastisch. Eins meiner absoluten Lieblingsbücher, und ich finde auch vieles andere fantastisch, was im Metro-2033-Universum geschrieben worden ist. Das ist eine Welt entstanden, über die ich mir ohne nachzufragen jede neue Erscheinung direkt am Tag der Veröffentlichung zulege. Große Buchkunst!
5 von 5 Punkte!
Marti Green: Unbeabsichtigte Folgen
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Durch und durch spannender Thriller über einen zum Tode verurteilten Mann
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Erbarmungslos, Der Außenseiter, Der Gefangene
"Unbeabsichtigte Folgen" erzählt die Geschichte eines Mannes namens George Calhoun, der neunzehn Jahre zuvor wegen des angeblichen Mordes an seiner Tochter zum Tode verurteilt worden ist und sich nun endlich in den letzten Wochen vor seiner Hinrichtung befindet. Ausgerechnet jetzt glaubt ihm eine Anwältin, dass er nicht schuldig ist, weil niemals bewiesen wurde, dass die verbrannte Mädchenleiche damals wirklich seine Tochter war. Doch wenn sie es nicht war, steht natürlich die Frage, wer es stattdessen war und wo dann die Tochter abgeblieben ist. Gegenüber der Anwältin bricht Calhoun deswegen endlich das Schweigen, das er sich neunzehn Jahre lang auferlegt hatte.
Ich hatte vorher nie etwas von Marti Green gehört, bin aber glatt begeistert, was sie da zu Papier gebracht hat. Auf der einen Seite ist das Buch ein spannender Thriller, der alles mitbringt, was ein Buch in dem Genre gut macht. Er ist spannend von Anfang an und bis zum Schluss, fesselt total und man ist während des Lesens immer wieder aufgeregt. Das wird geschafft, obwohl Marti Green nicht auf großes Blutvergießen oder ähnliche Schockeffekte setzt. Auf der anderen Seite ist das Buch aber irgendwo auch eine Kritik an dem überzogenen amerikanischen Rechtssystem bzw. Rechtsverständnis. Ich war auf jeden Fall schwer begeistert, und wenn Marti Green noch mal was schreiben sollte bzw. falls noch mal was von ihr übersetzt werden sollte, werde ich bestimmt wieder zuschlagen.
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Durch und durch spannender Thriller über einen zum Tode verurteilten Mann
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Erbarmungslos, Der Außenseiter, Der Gefangene
"Unbeabsichtigte Folgen" erzählt die Geschichte eines Mannes namens George Calhoun, der neunzehn Jahre zuvor wegen des angeblichen Mordes an seiner Tochter zum Tode verurteilt worden ist und sich nun endlich in den letzten Wochen vor seiner Hinrichtung befindet. Ausgerechnet jetzt glaubt ihm eine Anwältin, dass er nicht schuldig ist, weil niemals bewiesen wurde, dass die verbrannte Mädchenleiche damals wirklich seine Tochter war. Doch wenn sie es nicht war, steht natürlich die Frage, wer es stattdessen war und wo dann die Tochter abgeblieben ist. Gegenüber der Anwältin bricht Calhoun deswegen endlich das Schweigen, das er sich neunzehn Jahre lang auferlegt hatte.
Ich hatte vorher nie etwas von Marti Green gehört, bin aber glatt begeistert, was sie da zu Papier gebracht hat. Auf der einen Seite ist das Buch ein spannender Thriller, der alles mitbringt, was ein Buch in dem Genre gut macht. Er ist spannend von Anfang an und bis zum Schluss, fesselt total und man ist während des Lesens immer wieder aufgeregt. Das wird geschafft, obwohl Marti Green nicht auf großes Blutvergießen oder ähnliche Schockeffekte setzt. Auf der anderen Seite ist das Buch aber irgendwo auch eine Kritik an dem überzogenen amerikanischen Rechtssystem bzw. Rechtsverständnis. Ich war auf jeden Fall schwer begeistert, und wenn Marti Green noch mal was schreiben sollte bzw. falls noch mal was von ihr übersetzt werden sollte, werde ich bestimmt wieder zuschlagen.
5 von 5 Punkte!
Poppy J. Anderson: Liebe, Krise, Footballspiele
HIER zu bekommen
Das Buch in wenigen Worten: Kurze, aber gewohnt gelungene Weihnachtsepisode aus der Titans-Welt
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Touchdown fürs Glück (und Nachfolger), Herz verspielt, Ausgerechnet den
"Liebe, Krise, Footballspiele" ist Teil des großen New-York-Titans-Universums von Poppy J. Anderson, das es inzwischen auf eine stattliche zweistellige Zahl von Büchern gebracht hat, die man alle empfehlen kann, zumindest wenn man sich für die Thematik und diese Art von Büchern begeistern kann. Ich kann es jedenfalls. :-) In diesem Fall handelte es sich nicht um einen normalen Titans-Roman, sondern eine Titans-Weihnachtsgeschichte, in der man den ganzen altbekannten und liebgewonnenen Figuren aus den vorherigen Büchern begegnet und mit ihnen ein ungewöhnliches Weihnachtsfest (und ein zusätzliches Ereignis) feiern kann.
Poppy J. Andersons Romane und Geschichten über die New York Titans erscheinen in einer so hohen Frequenz, dass andere Leute wahrscheinlich nicht mal in dem Tempo Bücher lesen, wie sie sie schreibt. ;-) Natürlich gibt es durch das hohe Tempo mal ein paar kleine Ausbrecher nach oben und nach unten, meistens ist aber alles bombastisch und letztlich ist es manchmal auch schöner, wenn man von etwas, das einem gefällt, möglichst schnell möglichst viel bekommen kann. Und für die Weihnachtszeit war dieser kurze Ausflug in die Titanswelt eine schöne kleine Dosis Leseunterhaltung, der eigentlich durch und durch Spaß bereitet hat, der auf der einen Seite die Wartezeit bis zum nächsten richtigen Titans-Roman verkürzt hat und der in dieser Zeit für genau die richtige gute Stimmung gesorgt hat.
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Kurze, aber gewohnt gelungene Weihnachtsepisode aus der Titans-Welt
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Touchdown fürs Glück (und Nachfolger), Herz verspielt, Ausgerechnet den
"Liebe, Krise, Footballspiele" ist Teil des großen New-York-Titans-Universums von Poppy J. Anderson, das es inzwischen auf eine stattliche zweistellige Zahl von Büchern gebracht hat, die man alle empfehlen kann, zumindest wenn man sich für die Thematik und diese Art von Büchern begeistern kann. Ich kann es jedenfalls. :-) In diesem Fall handelte es sich nicht um einen normalen Titans-Roman, sondern eine Titans-Weihnachtsgeschichte, in der man den ganzen altbekannten und liebgewonnenen Figuren aus den vorherigen Büchern begegnet und mit ihnen ein ungewöhnliches Weihnachtsfest (und ein zusätzliches Ereignis) feiern kann.
Poppy J. Andersons Romane und Geschichten über die New York Titans erscheinen in einer so hohen Frequenz, dass andere Leute wahrscheinlich nicht mal in dem Tempo Bücher lesen, wie sie sie schreibt. ;-) Natürlich gibt es durch das hohe Tempo mal ein paar kleine Ausbrecher nach oben und nach unten, meistens ist aber alles bombastisch und letztlich ist es manchmal auch schöner, wenn man von etwas, das einem gefällt, möglichst schnell möglichst viel bekommen kann. Und für die Weihnachtszeit war dieser kurze Ausflug in die Titanswelt eine schöne kleine Dosis Leseunterhaltung, der eigentlich durch und durch Spaß bereitet hat, der auf der einen Seite die Wartezeit bis zum nächsten richtigen Titans-Roman verkürzt hat und der in dieser Zeit für genau die richtige gute Stimmung gesorgt hat.
5 von 5 Punkte!
Ina Linger: Falaysia V - Ilia Tracha
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Das Buch in wenigen Worten: Wieder eine gelungene Fortsetzung ohne nachzulassen
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Falaysia 1 (und Nachfolger), Alia, Die Welt der vier Jahreszeiten
"Ilia Tracha" ist nunmehr schon der fünfte Band der Falaysia-Reihe, die seit rund zwei Jahren im Abstand von ungefähr einem halben Jahr erscheinen. Ich weiß gar nicht, wie ich damals darüber gestolpert bin, aber ich glaube, ich war schon ziemlich von Anfang an dabei, wenn ich mich richtig erinnere. Jenna und Marek befinden sich in Band 5 auf der Suche nach einem weiteren Bruchstück von Cardasol, während Leon weiter quasi seine eigene Story hat, die auch weiter erzählt wird. Viel Wert wird dabei diesmal auf die Konstellation Jenna-Marek gelegt und auf die Weiterentwicklung der Figuren, vor allem bei Marek.
Man könnte ja nach nunmehr fünf Büchern denken, dass irgendwann ein Durchhänger kommen müsste, denn immerhin sind die einzelnen Falaysia-Bücher alles andere als kurz. Meistens ist es ja bei Fantasy-Reihen so, dass es irgendwann zu weit getrieben wird und die Story nicht mehr so viel hergibt, dass es noch so viel Spaß macht wie zu Beginn. Trotzdem hat es Ina Linger schon wieder geschafft, beim Lesen zu fesseln, und zwar von der ersten Seite an. Am Ende wird man dann wieder, wenn es am spannendsten geworden ist, mit einem Cliffhanger zurückgelassen und schon ist man wieder gespannt, wie es wohl weitergehen wird und eigentlich ist damit auch schon wieder gesichert, dass es im sechsten Buch unterhaltsam weitergehen --und dann wohl zu Ende gehen-- wird. Wer die ersten vier Bände mochte, wird darum auch "Ilia Tracha" wieder lieben, und wer die vier Bände noch nicht gelesen hat, sollte erst einmal mit dem ersten anfangen, um voll und ganz in die fremde Welt eintauchen zu können. :-)
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Wieder eine gelungene Fortsetzung ohne nachzulassen
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Falaysia 1 (und Nachfolger), Alia, Die Welt der vier Jahreszeiten
"Ilia Tracha" ist nunmehr schon der fünfte Band der Falaysia-Reihe, die seit rund zwei Jahren im Abstand von ungefähr einem halben Jahr erscheinen. Ich weiß gar nicht, wie ich damals darüber gestolpert bin, aber ich glaube, ich war schon ziemlich von Anfang an dabei, wenn ich mich richtig erinnere. Jenna und Marek befinden sich in Band 5 auf der Suche nach einem weiteren Bruchstück von Cardasol, während Leon weiter quasi seine eigene Story hat, die auch weiter erzählt wird. Viel Wert wird dabei diesmal auf die Konstellation Jenna-Marek gelegt und auf die Weiterentwicklung der Figuren, vor allem bei Marek.
Man könnte ja nach nunmehr fünf Büchern denken, dass irgendwann ein Durchhänger kommen müsste, denn immerhin sind die einzelnen Falaysia-Bücher alles andere als kurz. Meistens ist es ja bei Fantasy-Reihen so, dass es irgendwann zu weit getrieben wird und die Story nicht mehr so viel hergibt, dass es noch so viel Spaß macht wie zu Beginn. Trotzdem hat es Ina Linger schon wieder geschafft, beim Lesen zu fesseln, und zwar von der ersten Seite an. Am Ende wird man dann wieder, wenn es am spannendsten geworden ist, mit einem Cliffhanger zurückgelassen und schon ist man wieder gespannt, wie es wohl weitergehen wird und eigentlich ist damit auch schon wieder gesichert, dass es im sechsten Buch unterhaltsam weitergehen --und dann wohl zu Ende gehen-- wird. Wer die ersten vier Bände mochte, wird darum auch "Ilia Tracha" wieder lieben, und wer die vier Bände noch nicht gelesen hat, sollte erst einmal mit dem ersten anfangen, um voll und ganz in die fremde Welt eintauchen zu können. :-)
5 von 5 Punkte!
Poppy J. Anderson: Hals über Kuss
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Das Buch in wenigen Worten: Eine eigentlich altbackene Idee nochmals aufgelegt, trotzdem rundum gelungen
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Kein Rockstar für eine Nacht, Wie Flammen auf Eis, Beim zweiten Mal küsst es sich besser (und Nachfolger)
Cassidy ist eigentlich ein Mädel vom Land, das mit Großstädten so viel zu tun hat wie die New York Titans mit Synchronspringen. Ausgerechnet sie wacht nach einem überdrehten Abend in Las Vegas mit einem Filmriss in einem Himmelbett auf, kann sich an nichts mehr erinnern und hat offensichtlich einen Mann geheiratet, von dem sie gar nicht weiß, wer es überhaupt ist. Während es bei den meisten Büchern von dieser Art nach dieser Grundidee dann darum geht, den Abend zuvor zu rekonstruieren oder aus der Situation wieder rauszukommen, geht es bei Poppy J. Anderson darum, dass Cassidy nach Hause flüchtet und dort mit dem Folgen des Zwischenfalls konfrontiert wird. Denn in der verschlafenen texanischen Kleinstadt Hailsboro hat man so was noch nicht gehört, gerade da Cassidy doch eigentlich die fleißige und unbescholtene Kindergärtnerin ist ...
Seitdem Bugsy Siegel in Las Vegas das erste Hotel mit Spielcasino gebaut hat, werden Bücher geschrieben und Filme gedreht, in denen Leute nach Las Vegas reisen, einen draufmachen und tags darauf mit einem Unbekannten verheiratet sind. In "Hangover" wurde es verbraten, Homer Simpson und Ned Flanders haben schon in Las Vegas fremdgeheiratet, und selbst Joko und Klaas haben es schon parodiert. Alles schon mal dagewesen, sollte man also meinen, und doch hat Poppy J. Anderson dem nur scheinbar ausgelutschten Thema ein weiteres kleines Buch abgerungen, das durch und durch unterhaltsam ist und einfach Spaß beim Lesen macht. Zwei feine Figuren, ein nettes Geplänkel für zwei, drei Stündchen Leseunterhaltung, was will man mehr. Wobei die Footballerromane schon noch ein Stückchen mehr hermachen. ;-)
5 von 5 Punkte!
Das Buch in wenigen Worten: Eine eigentlich altbackene Idee nochmals aufgelegt, trotzdem rundum gelungen
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Kein Rockstar für eine Nacht, Wie Flammen auf Eis, Beim zweiten Mal küsst es sich besser (und Nachfolger)
Cassidy ist eigentlich ein Mädel vom Land, das mit Großstädten so viel zu tun hat wie die New York Titans mit Synchronspringen. Ausgerechnet sie wacht nach einem überdrehten Abend in Las Vegas mit einem Filmriss in einem Himmelbett auf, kann sich an nichts mehr erinnern und hat offensichtlich einen Mann geheiratet, von dem sie gar nicht weiß, wer es überhaupt ist. Während es bei den meisten Büchern von dieser Art nach dieser Grundidee dann darum geht, den Abend zuvor zu rekonstruieren oder aus der Situation wieder rauszukommen, geht es bei Poppy J. Anderson darum, dass Cassidy nach Hause flüchtet und dort mit dem Folgen des Zwischenfalls konfrontiert wird. Denn in der verschlafenen texanischen Kleinstadt Hailsboro hat man so was noch nicht gehört, gerade da Cassidy doch eigentlich die fleißige und unbescholtene Kindergärtnerin ist ...
Seitdem Bugsy Siegel in Las Vegas das erste Hotel mit Spielcasino gebaut hat, werden Bücher geschrieben und Filme gedreht, in denen Leute nach Las Vegas reisen, einen draufmachen und tags darauf mit einem Unbekannten verheiratet sind. In "Hangover" wurde es verbraten, Homer Simpson und Ned Flanders haben schon in Las Vegas fremdgeheiratet, und selbst Joko und Klaas haben es schon parodiert. Alles schon mal dagewesen, sollte man also meinen, und doch hat Poppy J. Anderson dem nur scheinbar ausgelutschten Thema ein weiteres kleines Buch abgerungen, das durch und durch unterhaltsam ist und einfach Spaß beim Lesen macht. Zwei feine Figuren, ein nettes Geplänkel für zwei, drei Stündchen Leseunterhaltung, was will man mehr. Wobei die Footballerromane schon noch ein Stückchen mehr hermachen. ;-)
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